#5 - Lieselotte: Der Weg zur Leichtigkeit
Shownotes
Vielen herzlichen Dank an Brigitte Voss für ihren Mut und ihre Offenheit, über den letzten Weg ihres Seelenpferdes Lieselotte zu sprechen!
Kontaktdaten Brigitte Voss: Website: www.liebri.com Facebook: www.facebook.com/brigitte.kramer.7140 Mail: liebri@mein.gmx
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Kontakt Stefanie Hegmann-Celie: Online-Praxis für Pferde Energiearbeit Mail: info@pferde-energiearbeit.com Facebook: www.facebook.com/hegmann.stefanie Linkedin: www.linkedin.com/in/stefanie-hegmann-celie Website: www.pferde-energiearbeit.com Info-Video über die Pferde Energiearbeit: www.youtube.com/watch?v=rM7QXk8_wcA&t=80s
Unterstützung beim Podcast: Annette Weiß, Podcast-Mentorin. funkenweiss, Branded Podcasts, Moderation und Training Mail: aw@funkenweiss.media
Hintergrundmusik, Harfe: Annemiek Bollen - www.kwikstaartje.nl Foto Stefanie: Marianne Künzel-Patuschka
Transkript anzeigen
00:00:06: Ich hatte meine Liesel und ich hatte irgendwas ganz anderes, wenn der Virus aktiv war.
00:00:52: an dem wir uns von unserem Pferd verabschieden müssen.
00:01:01: Somit geht es in diesem Podcast darum, dass Liebe und Vertrauen stärker sind als die Angst vor diesem letzten Moment.
00:01:07: Und du wirst deutlich spüren, dass die tiefe Verbindung zwischen Pferd und Mensch weit über den letzten Weg hinausgeht.
00:01:15: Heute spreche ich wieder mit einer ganz besonderen Frau, Brigitte Foss.
00:01:20: Brigittes beruflicher persönlicher Weg begann mit einem zarten Fohlen Lieselotte.
00:01:25: Brigitte war damals ein dreizehnjähriges Mädchen, das in Lieselotte nicht nur ein Pferd an ihrer Seite fand, sondern einer Freundin, eine Mentorin und einer Heilerin.
00:01:35: In dieser Folge sprechen wir über ihre gemeinsame Reise, über Vertrauen, Krankheit, Heilung, Abschied und das Geschenk, das bleibt, wenn ein Pferd uns lehrt, wer wir wirklich sind.
00:01:46: Ich lade dich ein, dich nun ganz auf diese Geschichte einzulassen.
00:01:51: Liebe Brigitte, schön, dass du heute hier bist.
00:01:54: Ja, hallo Steffi, freu mich.
00:01:57: Ja, sehr schön.
00:01:58: Liebe Brigitte, bevor wir in eure Geschichte einsteigen, wir haben gerade erfahren, dass du diese Lotte schon mit dreizehn Jahren kennengelernt hast.
00:02:07: Aber wer bist du heute durch alles, was ihr gemeinsam erlebt hat?
00:02:11: Magst du dich unserer Zuhörerin, den Zuhörer, kurz vorstellen?
00:02:16: Sehr gerne.
00:02:17: Also heute bin ich eine, ja, siebenundfünfzigjährige Frau.
00:02:23: Mama von einem wundervollen, bei zwölfjährigen Sohn.
00:02:27: Ja, ich bin Libri nach wie vor, also Liesel und Brigitte.
00:02:31: Das ist mein Firmenname.
00:02:34: Komplett Libri Mensch und Pferd.
00:02:36: Und ich bin heute die, die Pferde gestürztes Coaching macht, da ich von vielen anderen Pferden auflernen durfte.
00:02:43: Ich bin Reiterapäutin und bin Autorin.
00:02:47: Ich habe ein Buch geschrieben, ein Workbook.
00:02:49: Ja,
00:02:50: und Geidner-Trainerin bist du auch noch, ne?
00:02:53: Stimmt.
00:02:53: Ganz vergessen.
00:02:54: Ja.
00:02:54: Auf der Anfang mit der Liesel.
00:02:56: Genau.
00:02:56: Ja.
00:02:56: Die vier Sterne Geidner-Trainerin.
00:02:58: Ja.
00:02:59: Wie lange wart ihr zusammen?
00:03:00: so ungefähr?
00:03:02: Wir waren zusammen.
00:03:02: Ich muss mal rechnen.
00:03:05: Ganz fast acht bis zwanzig Jahren.
00:03:07: Wow.
00:03:08: Ja, das ist natürlich auch eine lange Zeit.
00:03:10: Und wenn man überlegt, mit dreizehn seid ihr euch begegnet.
00:03:13: Ja.
00:03:13: Und wie lange ist das her, als Liesel von dir gegangen ist?
00:03:16: Zwei Tausend Achtzehn
00:03:20: im Februar.
00:03:21: Guck mal.
00:03:24: Mein Pferd.
00:03:26: Und wer war Liesel?
00:03:27: Also ich sage jetzt Liesel, weil Lieselotte, aber du nennst sie Liesel, ne?
00:03:31: Ganz genau, ja.
00:03:32: Richtig, hier ist die Lieselotte von der Falz.
00:03:36: Und wie würdest du Liesel in ein paar Worten beschreiben?
00:03:39: Also wenn wir die Augen schließen, was oder wem sehen wir?
00:03:43: Also als Fohlen kann man sich Liesel kleinzottelig, recht ungebrochen vorstellen.
00:03:52: Ja, immer schon mit Stehmen, Präsur.
00:03:55: Liesel durfte schon drei Jahre mit Mama werden.
00:03:59: Und da fix an, dass die Liesel auch gewachsen ist, erwachsen wurde.
00:04:06: Von da an war mein Spitzname zur Liesel immer Mama-Schild.
00:04:09: War eine wundervolle Mama.
00:04:12: Hatte zwei Kohlen bei einer Freundin von mir.
00:04:17: Und ... Z.B.
00:04:19: überlegen, sechs oder sieben Jahre kann sie dann zu mir.
00:04:23: Und dann habe ich sie auch erst eingerippt.
00:04:25: Und das war immer dann so, meine Mama ein sehr ruhiges Pferd, auch mit anderen Pferden.
00:04:33: Konnte sie nur der Körpersprache sagen, vielleicht von mir weg.
00:04:38: Nie angeeckt mit anderen Pferden.
00:04:41: Immer sehr ausgeglichen, würde ich sagen.
00:04:44: Du hast sie ja mit Dreizehn kennengelernt.
00:04:46: Wie seid ihr zusammengekommen?
00:04:49: Wir sind zusammengekommen durch meine Freundin.
00:04:52: Der darf ich da echt dankbar sein.
00:04:54: Die hat mich mit auf eine Fohlenoption genommen.
00:04:57: Ah, okay.
00:04:58: Ja.
00:04:59: Und da ist die Liesel mit ihrer Mama vorgestellt worden, wie das halt bei so einer Fohlenchau ist.
00:05:05: Und da habe ich die Liesel-Lotte kennengelernt.
00:05:07: Ja, und meine Freundin hatte dann zwei Fohlen gekauft.
00:05:12: So Liesel war wirklich so, hier bin ich.
00:05:15: Und die zwei sind dann auch zusammen bei meiner Freundin.
00:05:18: aufgewachsen.
00:05:19: Ja,
00:05:19: ja.
00:05:19: Und du warst auch bei deiner Freundin dann immer am Hof?
00:05:22: Ganz genau, da habe ich zum Inventar gehört.
00:05:26: Ja, sehr schön.
00:05:28: Ja, und was habt dich so an Liesel fasziniert?
00:05:31: Oder kannst du dich noch an den ersten Augenblick erinnern, als du sie gesehen hast?
00:05:37: Gibt ein Bild von der Liesel und von mir, als sie dann damals auf einen anderen Reithof mit umgezogen ist.
00:05:43: Ich sehe uns beide da gleich wie ein eigenes Zwillinge.
00:05:47: Wir sind auch glaube ich zusammen in die Entwicklungsschritte weitergegangen.
00:05:52: Ich war damals aufzuhörendschieren und auch schon mal mit dem Kopf durch die Wand mich nicht rechnen lassen, von außen klein wiegen lassen, wie sie laufen.
00:06:02: Aber wir zwei, wir haben nie ein Problem gehabt.
00:06:05: Ja, schön.
00:06:06: Also ihr seid quasi miteinander groß geworden da am Hof und dadurch, dass du ja inventar warst, so wie du gesagt hast.
00:06:13: Ich sag mal, deine Freundin hat jetzt Diesel gekauft, aber stand dann fest, dass du sie umsorgen kannst oder für sie sorgen kannst?
00:06:19: Das hatte sich automatisch so ergeben.
00:06:22: Ah, ja.
00:06:23: Diesel hat das auch relativ nett mit den Menschen, die sonst was von ihr wollten, geklärt.
00:06:30: Ah.
00:06:30: Bei beiden Fohlen, die sie bei meiner Freundin bekommen hat, war ich auch immer da.
00:06:35: Das hat sich so sortiert.
00:06:37: Ich kann es heute gar nicht.
00:06:39: Also, interessante Frage, ich kann es dir wirklich nicht beantworten.
00:06:47: Ja, wir passen zusammen.
00:06:50: Wenn du jetzt so auf die gemeinsame Zeit zurück blickst, also, achtundzwanzig Jahre, ist halt wirklich sehr lange.
00:06:56: Ja.
00:06:56: Ist wahrscheinlich jetzt schwierig zu beantworten.
00:06:58: Was war denn für dich so der größte Glücksmoment oder einfach eine wundervolle Szene, wo du dich immer wieder dran erinnerst?
00:07:05: Du denkst, wow, ja, das war so toll mit ihr.
00:07:08: Ja, gibt's eine.
00:07:09: Ja.
00:07:10: Ja.
00:07:11: Als ich die Liesel dann sechs Jahre, sieben Jahre zu mir nach Koblenz geholt habe, meine Freundin wohnt immer noch im Hund zurück.
00:07:19: Da hat diese vorher gewohnt.
00:07:20: Ja, dann war ich da so alleine bei meiner, ist zwar meine Tante, aber ich habe dann niemanden gekannt und jetzt galt es, ein Pferd einzureiten.
00:07:29: War zwar das, was ich mit meiner Freundin auch vorher gemacht habe, aber jetzt war ich alleine und ich wollte, wenn ich jetzt darüber nachdenke, auch jemand anderes um Hilfe bitte.
00:07:39: Und dann habe ich die Liesel Das war mein Tierwaffe, ein bisschen kliniert, flanchiert, ans Gebiss gewöhnt, wobei das war.
00:07:47: Die hat mir das immer geschenkt, solche Dinge.
00:07:50: Und dann kam der Tag X und dann habe ich mich vor die Wiesel gestellt.
00:07:53: Ich habe gesagt, das hier ist jetzt echt langsam mal öde.
00:07:57: Ich möchte jetzt gerne aufsteigen.
00:08:01: Wenn das für dich in Ordnung ist, dann bleibt bitte stehen.
00:08:03: Also ich war alleine, ganz alleine auf einem Reitplatz.
00:08:07: Und wenn ich dann stehe, also dann, ja, stehe halt nicht still oder zeigst du mir irgendwie, ah, und da bin ich aufgestiegen.
00:08:13: So, aber jetzt kommt das eigentlich schöner an dieser Geschichte.
00:08:17: Wir sind da ein paar Runden auf den Reitplatz gerippt und ich habe geguckt, ob wir uns verstehen, was die Lenkung und Halten und Hin und Her angeht.
00:08:24: Und das sind wenn und Weitere.
00:08:27: Und von dem Tag an sind wir gerippt.
00:08:29: Wow,
00:08:30: ja, das ist ja wirklich vertrauenpur gegenseitig, ja.
00:08:34: Ja, Bliesel hat mich nie... oder von ihr ausgewollt, in Gefahr gekauft.
00:08:40: Ich hatte nie Angst auf der Wiesel.
00:08:42: Ja, sehr schön.
00:08:44: Euer Weg hat sich ja über die Jahre verändert, bzw.
00:08:47: eine Situation war ja sehr einschneidend für euch.
00:08:50: Magst du da schon drüber berichten?
00:08:52: Ja, und zwar, ich hatte erst irgendeinen Sattel, also es war ein guter Sattel, aber er war jetzt nicht auf die Wiesel angepasst.
00:08:58: Und dann kam halt irgendwann der Tag, wo ich gesagt habe, jetzt will ich aber so... wie Porsche, neuen L-Wach, der der Liesel gut passt, wo ich mich drin wohlfühle.
00:09:10: Und dann habe ich jemand bekommen lassen für eine Sattel-Anprobe und habe extra gesagt, die Liesel ist jetzt, die hat zwei Monate unter dem Sattel eventuell.
00:09:20: Also habe ich extra betont und, ja, das wir halt auch langsam machen wollten, die jene, die nicht auch noch weit wird.
00:09:28: Ich habe gesagt, ja, die ist ja lieb, wir können das auch hier auf dem Vorhof machen.
00:09:34: habe aber immer wieder gesagt, alles mit Ruhe ist noch nicht lange unter dem Sattel.
00:09:39: Dann hat die Dame den Sattel aufgelegt, die wollte keine Steigübel dran machen, das würde man sehen, die Abdrücke an den Leder war mir auch, ich habe ja meine Lise vertraut.
00:09:49: Also ich wollte ja nur mal gucken, passt er entfernt, passt er auch noch, wenn ich drinnen sitze, wie fühle ich mich?
00:09:57: Ja, dann hat die Dame mich hochgehoben und ich war so, ah, wie der Proposichter drinnen wohlfühlt.
00:10:03: Und ich habe gemerkt, dass die mein Bein auf Seite genommen hat, um nachzugurten.
00:10:11: Ich habe aber im Entferntesten nicht daran gedacht, dass die nicht nachgurtet, sondern dass die richtig ran haut.
00:10:17: Ja, und dann war Reaktion von der Liese vorne hinten mit einem Viren hoch.
00:10:21: Ich kann es nicht sagen.
00:10:23: Jetzt waren Millisekunden, glaube ich, und ich bin ja in die Luft geflogen und dadurch, dass wir im Vorhof waren, auf dem Asphalt gelandet.
00:10:36: Ja.
00:10:38: Pferd war weg.
00:10:41: Und dann weiß ich nur so Druckstücke.
00:10:43: Also ich war bei Bewusstsein.
00:10:45: Ich weiß, ich hab ein rechtes Bein irgendwie nicht gespürt.
00:10:48: Natürlich tierische Schmerzen.
00:10:50: Und dann ging alles, was sie fahrt, sie Hubschrauber kam, Krankenwagen kam.
00:10:57: Ja, und dann hatte ich ein Beckenkuchen.
00:10:59: Das Schambein durchgebrochen, das Kreuzbein angebrochen.
00:11:03: Ja, Wahnsinn.
00:11:05: Ja.
00:11:05: Und wie ging es dann weiter?
00:11:07: Also, dann musst du es hier erst mal dich regenerieren oder ins Krankenhaus und so weiter.
00:11:12: Wie ging dann euer Weg weiter?
00:11:14: Ich war vierzehn Tage im Krankenhaus.
00:11:17: Und dann kam mein Mama mich abholen.
00:11:19: Und logischerweise war der Weg nicht nach Hause.
00:11:22: Der Weg war dann erstmal zack zur Liese.
00:11:26: Und dann bin ich in Trennen ausgebrochen, was da stand.
00:11:31: Ja.
00:11:32: Das war nicht meine Liesel.
00:11:35: Das war ein Häuschen Elend.
00:11:39: Das war auch gar nicht mehr diese präsente Liesel.
00:11:44: Hat Stremen auf den Puppo, als ob jemand mit der Missgabel drüber gefahren wäre.
00:11:50: Und da war für mich sofort klar, hier geht es jetzt an diesem Hof nicht weiter.
00:11:57: Und dann sind wir umgezogen.
00:12:00: Ich so schön mit Krücken, also wie gesagt, ich hab diesen halt nicht noch nie bewusst oder von sich aus in der Fahrluft war.
00:12:07: Und dann strick zwischen die Krücken und das war Luftlinie, fünfhundert Meter der andere Stall.
00:12:14: Ja, da war alles gut.
00:12:16: Bis dann meine gesundheitliche Odisee anfing.
00:12:21: Also ausgelöst aus diesem Unfall oder war das noch ein anderer Hintergrund?
00:12:27: Naja, damals war es immer noch die Idee der Ärzte.
00:12:30: Das hat mit dem Unfall zu tun.
00:12:31: Heute weiß ich, Wiesel hat eigentlich nur den Stellen ins Rollen gebracht mit dem, was passiert ist, damit mal geguckt wird und ich einen harten Weg zu gehen habe.
00:12:44: Wie seid ihr da durchgegangen?
00:12:46: Naja, ich war halt dann, weil dann so meine gesundheitliche Odi sehr richtig blöd anfing, mit Tagelang sich nicht bewegen können, nicht aus dem Bett raus können und... Man denkt ja immer, es gibt ja da Leute mit Pferdeverstand und die kümmern sich schon vernünftig.
00:13:01: Die sich dann gehört dafür, diese ist ja so lieb, die wurde im Schulbetrieb einfach eingesetzt.
00:13:09: Da wurde nicht drüber gesprochen und nix, gar nix.
00:13:12: Und dann, das war dann der Zeitpunkt meiner Mama, wusste auch schon immer oder hat wahrscheinlich gespürt, dass wir so besonders miteinander sind für zwei.
00:13:25: Und wie mich das dann zerrissen hat, dass ich nicht konnte, körperlich.
00:13:30: Und Lise mir ja auch gefehlt hat.
00:13:34: Ich würde auch sagen, ich ihr.
00:13:36: Weil das war auch immer so, meinen Faden weiterzumachen, auch während der Ganz-Agen-Phase in meiner Krankheit.
00:13:44: Das in meinem Kopf immer war, ey, die braucht dich.
00:13:47: Und dann haben wir kurzerhand ein Grundstück in Wallerstein, wo ich damals gewohnt habe, gebracht hat, ein Pony gekauft und sich diese zunehmenden Ort gewohnt hat.
00:13:58: Du hast mir erzählt, dass deine Mama dich dann teilweise mit einem Bürostuhl dahingeschoben hat?
00:14:04: Ja, genau.
00:14:05: Also manchmal waren die Tage so schlimm, dass das gar nichts mit Laufen ging.
00:14:10: Wir sind so eine Art Spastiken in den Muskeln eingefahren, wenn ich mich... ...unüberlegt vor allem bewegt hat.
00:14:17: Ja, aber noch mal, die Mama wusste, das ist wichtig.
00:14:21: Also, dass wir auch zusammen sind.
00:14:23: Und dann hatte ich mich hier im Sohn im Lahnhof.
00:14:27: Den mag man noch.
00:14:29: Möbelhaus sind ein Bürostuhl, der sich mehr auf Kreis getreten hat, wie sonst was ... ... über die Hauptstraße da im Ort zur Diesen geschoben.
00:14:40: So oft wenn wir darüber reden, versuchten wir zu rekonstruieren, wie ich überhaupt dann auf die Liesel gekommen bin.
00:14:48: Und wenn ich dann auf der Liesel war und also so frei da, wo sie gewohnt hatten, da habe ich einfach drauf gesessen, aber da kam so eine Ruhe in meinen Körper und wärme.
00:14:58: Und dann habe ich auch im Heimweg meinen Bürostudio selber geschoben.
00:15:02: Wahnsinn, ne?
00:15:03: Ja,
00:15:04: ja, was alles da immer geschieht, das finde ich ja immer so magisch.
00:15:07: Ja, und so habt ihr euch beide eigentlich dann gegenseitig wieder aufgebaut, dass du auch wieder in deine Kraft gekommen bist, dann?
00:15:14: Genau.
00:15:15: Aber wenn ich so Phasen hatte, sind neunzehnt, Strom- und Trankzeit, alle gehen in die Disco oder keine Ahnung.
00:15:21: Das war dann auch das erste Mal, dass ich verstanden habe, Freunde nennen sich viele, aber wo sind sie?
00:15:27: Es hat natürlich auch so viel Küche mit mir gemacht, keiner mag dich, keiner ist mehr da und keine Ahnung.
00:15:32: Und dann wusst du, meine Mama, wenn sie mich schon rucksackt gesehen hat, ruht die Tochter, kommt nicht nach Hause, die schläft bei der Wiese.
00:15:40: Dann hab ich ein kleines Strohbein gehabt, mit ein paar warweite Hütte, und dann hab ich mir damit ein Strohbein im Bett gemacht und diese ganze Nacht vor mir gestanden, damit ich auch bloß das Pony-Jumper an mich kam.
00:15:54: Ja.
00:15:55: Oh, wie schön, das ist ja echt eine besondere Zeit.
00:15:58: Das ist ja Hammer, dass sie da so an deiner Seite war.
00:16:00: Ja.
00:16:01: Ja, damit hat die Miesel den Grundstock für meine Ausbildung zur Reiterapporte gelegt.
00:16:09: Das hatte gegenüber von diesem Grundstück ist die Grundschule.
00:16:13: Ja, und da war natürlich Highlight.
00:16:15: Boah, Brigitte hat da ein Pferd.
00:16:17: Und dann hatten wir immer viele Kinder, da habe ich mit den Übernachtungen gemacht, dass mich auch immer mehr gestärkt hat und wieder in so eine Kraft gebracht hat.
00:16:27: Das war für mich.
00:16:29: eine Mega-Energie den Kindern, dass sie aböffeln durften.
00:16:35: Also mit so Kleinigkeiten Spaß zu bereiten.
00:16:39: Es ging gar nicht, wir wollen reiten oder so.
00:16:44: Wenn ich auch der Wiesel saß, habe ich gemerkt, es passiert was mit meinem Körper.
00:16:48: Und auch mit der Psyche.
00:16:52: Und dann irgendwann habe ich halt mal in einer Zeitsprüf, dieses ganz kleines Kästchen war das, machen sie ein Hobby zum Beruf, werden sie weitererfreut oder im.
00:17:02: Und dann dachte ich, ja, also das willst du verstehen, weil irgendwie ist ja die Liesel schon mal in der Reittherapeutin.
00:17:09: Das war der Ansturbser dazu.
00:17:11: Wie ging es denn weiter?
00:17:14: Ja, da ist die Liesel erst wieder zu meiner Freundin zurück in den Hunden zurück.
00:17:19: Und meine Freundin hatte ein Mega-Lehrmeister für mich, ihren Hengs im Shaolin.
00:17:25: Shaolin war auch gekängst.
00:17:29: Ich weiß gar nicht, wie man es nennt.
00:17:31: Und die letzte Bedeckung vom Shaolin wurde mir geschenkt für meine Freundin.
00:17:35: Das war dann die Wiese.
00:17:38: Zu fünf kamen die Soraya auf die Welt.
00:17:40: Und als die zwei Woche alt war, sind wir wieder nach Koblenz.
00:17:45: Da sind wir jetzt wohl fünf zurück bei ganz liebe Leute auf einen Hof.
00:17:49: Sehr einfach behalten, keine Reiteile.
00:17:51: Und da hab ich dann abgeklärt, sagt man, die ich die Ausbildung mache.
00:17:55: Ob hab ich den Raum, auf dem Reitplatz oder wo auch immer.
00:17:59: Ja, und dann hat's aber noch ein bisschen gedauert, weil durch die Geburt von der Soraya, sie ist bei der Liesel der Borna Virus gemeldet worden.
00:18:07: Und der Borna Virus hieß, ich hatte meine Liesel und ich hatte irgendwas ganz anderes, wenn der Virus aktiv war.
00:18:15: Okay.
00:18:17: Da habe ich jetzt so keine Erfahrung mit.
00:18:19: Ja, weil der Aktiv war, war das nicht mehr meine Liesel.
00:18:22: Wow.
00:18:23: Und Liesel war immer eine super Mama, aber wenn der Virus aktiv war, habe ich Angst und Gesoreie.
00:18:28: Wir haben ja dadurch auch schon mit vier Monaten abgesetzt.
00:18:33: Zu einer Freundin von der Liesel, ich stunden also war sie bei der Liesel, aber wenn dieser Virus da war, war die Liesel nicht die Liesel, außer ich, also ich hatte nach wie vor nie Angst vor meinem Pferd.
00:18:44: Sie hat mir auch nie etwas getan.
00:18:46: Aber auf andere Menschen ist die mit offenen Magen auflos.
00:18:50: Dann war das auch schon so wie heute, tante Google, Bornavirus.
00:18:55: Dann kam das limbische System, Gehör, blau-gelbe Welt, Mike Galdner.
00:19:01: Dann hab ich da gar nicht hinterfragt, hat mir das Bild gestellt, hat mir irgendwelche blauen und gelben Gasseln machen lassen.
00:19:09: Ja, habe so wie ich das aus dem Buch verstanden, habe das mit meinem Pferd gemacht und das hat geholfen.
00:19:16: Und dann wollte ich auch das verstehen.
00:19:21: Ja.
00:19:21: Und dann war das, dass ich beide Parallelge gemacht habe, meine Ausbildung und die weiteren Therapien ausbilden.
00:19:29: Ich sag mal, wie lange hat sie da mit diesem Virus zu kämpfen gehabt?
00:19:33: Fingen dann ihr letzter Weg an, weil die sprechen ja jetzt auch in diesem Podcast über den letzten Weg.
00:19:38: Oder war der letzte Moment sogar sehr plötzlich unabhängig von diesem Virus?
00:19:42: Virus, sag ich, hat damit gar nichts zu tun.
00:19:44: Ah,
00:19:45: guck mal.
00:19:46: Der Virus war nachher ja gar nicht mehr nachhäusbar.
00:19:49: Kannst du sehen.
00:19:50: Die Konzereier
00:19:50: waren mitten einer Studie.
00:19:53: weil es gab wohl noch nicht so viele Erfahrungswerte mit Stute, mit Fohlenbeinfuß.
00:19:57: Es wird das für Erdwürze nicht verirrt, wie auch immer.
00:20:01: Und die habt damals, wie Liesel, ein Medikament aus der humanen Medizin bekommen.
00:20:07: Man musste es jeden Tag, ersten, vierte, morgens und zweitrittel Tablette abends.
00:20:12: Also es war ganz kompliziert.
00:20:15: Und irgendwann kam ich nicht mehr in dieses Medikament ran und hatte ja nur noch Plankgeld, was ich halt auch ... ... immer mit ihr gemacht haben.
00:20:23: Und dadurch, dass sie in der Studie war, wurde ihr auch regelmäßig Blut abgenommen.
00:20:28: Ja, und es war irgendwann so, dass sie das gesagt hat.
00:20:30: Also es ist total egal, was sie uns hier gemacht haben.
00:20:33: Das Medikament kriegt sie ja nun mal nicht mehr, aber machen sie das weiter.
00:20:37: Das hier ist alles gut.
00:20:40: Ja, also dann hat sie durch deinen Dranbleiben wirklich super von profitiert, ihr beide, ne?
00:20:45: Du in deiner persönlichen Entwicklung, sie in ihrer gesundheitlichen Entwicklung.
00:20:48: Und ja, wenn wir es ... auf die letzte Phase dann zu sprechen kommen, sie ist dann wie alt geworden?
00:20:54: Ebenundzwanzig, zwei Wochen vor ihrem Geburtstag.
00:20:59: Ja,
00:21:00: war das gegen das Sieb.
00:21:02: Aber das kam dann plötzlich oder war es doch schon schleichend?
00:21:05: Mein Sohn kam auf die Welt und die Liesel wurde krank.
00:21:10: Jetzt in welcher Hinsicht, also Kolik oder?
00:21:14: Nee, die Liesel hatte oben, wo es halb da entlang geht.
00:21:19: Zwischen den Ohren, aber ein bisschen mehr nach rechts geneigt.
00:21:24: Klingt plötzlich eine Stelle an, da ist das Fell weggegangen, da ist die Männer ausgefallen und dann war nach zwei Wochen da plötzlich ein Hubbeln.
00:21:34: Und dann war da plötzlich ein Loch.
00:21:36: Es ging auf.
00:21:37: Da fing dann, wie gesagt, in dem man so geboren wurde, wie Odisee an, dass niemand der Liesel mit diesem Loch helfen konnte.
00:21:48: Selbst meine Zahnfee hat mit Wärmebildkamera und ich habe wirklich ganz tolle Menschen schon immer um mich herum und jeder eine richtig coole Expertise hat, aber es war nie jemand dabei, der helfen konnte.
00:22:04: Dann war es eine Kistel, dann war es, ich weiß nicht, was alles.
00:22:07: Dieser Gang wurde auch irgendwie immer tiefer.
00:22:12: Mal hat es gesifft, mal hat es nicht gesifft.
00:22:14: Und ich hab dann fünf Jahre lang, das ist im Jahr two-tausend-achzehn.
00:22:18: Eigentlich immer nur versucht, das sauber zu halten im Sommer.
00:22:22: Irgendwie, dass die fliegen da mit keiner Eier reinlegen.
00:22:26: Also, man wird erfinderlich Binden da oben drüber gemacht.
00:22:30: Und ja,
00:22:31: diese komische Siffer, die da immer rausgelaufen ist, das war wie Harz.
00:22:36: Also, wenn man nicht jeden Tag gewaschen hat, dann war das Helm verknustert.
00:22:41: Dann gab es Tage, da kommt die Liesel meinen Kopf nicht runter zum Boden.
00:22:45: Das war dann auch mit einem Nackenband.
00:22:47: Die haben hier in der Box Wasser hoch, Heu hoch.
00:22:51: Das sind ihr Gras holen gegangen, weil die stand auf der Liesel und konnte kein Gras fressen, weil der Kopf einfach nicht runter ging.
00:22:59: Aber auch durch diese Sache bin ich zum Beispiel an den Neurystem gekommen, unser Matrixgerät.
00:23:06: Und das hat damals die Erinnerung in Spannung gebracht.
00:23:10: Da hatte ich eine Physiotherapeutin.
00:23:12: Aber das war der Anfang, dieses Loch im Kopf.
00:23:16: Ja.
00:23:20: Der letzte Moment.
00:23:21: Wann ging es dann so, wo du sagst, jetzt ist ihr letzter Mund, hat sie Zeichen gegeben?
00:23:27: oder wie ist es dann abgelaufen?
00:23:29: Also das war Anfang des Jahres.
00:23:33: Im Februar war ja der Tag, wo ich sie hat gehen lassen, Ende Februar.
00:23:38: Und sieben und zwanzig sind ganz genau.
00:23:40: Anfang des Jahres, zwei, achtzehn war sie, wo die Liesel immer weniger wurde.
00:23:47: Ja, also auch einfach, dass ich das Gefühl hatte, es ist hier irgendwann so ein Punkt erreicht.
00:23:52: Ich konnte kein Halt, ich konnte auch gar nichts mehr anziehen.
00:23:55: Ich war sich nicht gebraucht.
00:23:56: Ich habe bei Liesel einen Strick um den Hals gelegt.
00:23:58: Aber Liesel hat immer gerne mit mir ... gearbeitet mit Menschen, mit Kindern, mit egal was.
00:24:06: Und das ging ja einfach alles nicht mehr.
00:24:09: Da waren das wirklich so ein paar Wochen.
00:24:11: Ich glaube, ich hatte so ins Geheim schon gespürt, es muss jetzt hier bald mehr Entscheidungen her.
00:24:18: Aber ja, fast acht bis zwanzig Jahre.
00:24:20: Und so verschiebt man das vielleicht oder schiebt das auch vielleicht mal ein bisschen auf Seite.
00:24:25: Und dann kam ich eines morgens in den Stall, war dann schon in dem Ort, wo ich den eigenen Pensionsbetrieb getachtet hatte.
00:24:32: Und da können die Pferde von der Box raus auf ein Paddock gehen.
00:24:36: Die Boxen sind ein wenig tiefer, weil der Ursprungsgedanke war, wir machen da mal trotzdem Haltung.
00:24:42: Und an einem Morgen komme ich in den Stall, mein erster Gang war immer erst mal zur Lise.
00:24:47: Dann hatte die die Hälfte von dem Mist, von dem, was in ihrer Box war.
00:24:53: raus auf den Paddock geschad oder getragen oder ich habe keine Ahnung.
00:24:59: Aber dann dachte ich, was soll ich mir denn jetzt damit sagen?
00:25:03: Ja, also, das hatte man nie gemacht.
00:25:06: Ich habe alles wieder gerade gemacht und durch eingestreut, am nächsten Tag die gleiche Schose und noch mehr von dem Inhalt von der Box Richtung Paddock ausgegraben.
00:25:20: Dann schoss mir der Gedanke in den Kopf, weil ich mich vor die Wiese gestellt habe.
00:25:23: Wiese pass auf, irgendwas willst du mir sagen.
00:25:25: Wenn du mir jetzt sagen willst, du kannst nicht mehr, du musst gehen, also raus.
00:25:31: Dann tue mir einen Gefallen, dann machst du das morgen bitte nochmal.
00:25:35: Dort bitte Mänge und dann, also das war für mich so ein Zerstörerheim.
00:25:40: Das Richtige zu tun, ich weiß es nicht.
00:25:43: Naja, auf jeden Fall kann.
00:25:43: dann der dritte Morgen und... Tatsächlich schafferte sie den ganzen List raus.
00:25:48: Also sie hat noch mehr raus geschaffen.
00:25:51: Und dann bin ich da erst mal weinen zusammengebrochen, aber nicht als Trauer, sondern aus Dankbarkeit.
00:25:58: Sie hat für sich eine Entscheidung getroffen und ich musste es jetzt nur noch in die Tat umsetzen.
00:26:06: Und dann habe ich das meiner Mama erzählt.
00:26:07: Also meiner Mama habe ich auch schon über so Dinge immer geredet und dann sagt sie, ja, Kind, dann ist das jetzt so.
00:26:15: Und dann gibt es für mich einen Tier als das Vertrauens, weil er es einfach würdig macht.
00:26:19: Und dann hab ich mit dem aber ein paar Tage später erst, hab ich aber auch vorher der Diesel gesagt, ist sag, du liest ihn jetzt von heute auf morgen.
00:26:28: Geht nicht, kann ich nicht.
00:26:30: Und du hast auch noch ein Kind, also die Soraya war ja da.
00:26:33: Und ein großes Herdeteam.
00:26:35: Und was mir wichtig war, die Menschen, die immer in die Therapie kamen, ist die, wenn sie möchten, Schuss sagen können.
00:26:42: Ja, sehr wichtig.
00:26:44: Das war ja jetzt keine Notfall-Situation in dem Sinne.
00:26:47: Mhm.
00:26:49: Ja, und dann war's auch so.
00:26:51: Ich hab dann allen Bescheid gesagt, wir will gern gerne kommen und Tschüss sagen und machen und tun, wie es ihm gut tut oder was auch wie viel zulässt.
00:27:00: Mhm.
00:27:00: Ja, und an dem Tag, wo der Tierstang kam, hat's geschneit.
00:27:05: Mhm.
00:27:06: Ja.
00:27:07: Schnee ist für mich immer so ein Zeichen von Leichtigkeit.
00:27:10: Ich hab gerade richtig Gänsehaut gehabt, weil du sie gefragt hast, ne?
00:27:13: Du hast sie entscheiden lassen,
00:27:15: ne?
00:27:15: Ja.
00:27:16: Ja.
00:27:16: Das ist ja schön.
00:27:17: Ja.
00:27:19: Jetzt hab ich einmal ein bisschen kibbeln den Augen.
00:27:21: Ja.
00:27:23: Ja.
00:27:23: Aber lag wie vor, also ist das, das ist immer dankbar kreit.
00:27:28: Kannst von ausgehen, dass das beiderseitig ist.
00:27:30: Oft wird ja von uns aus nur entschieden, aber du hast sie entscheiden lassen, ne?
00:27:34: Ja.
00:27:36: Damals glaube ich aber auch aus dem Impuls heraus, das richtig machen zu wollen oder... Nicht alleine die Entscheidung treffen zu wollen.
00:27:45: Kann ich mir gut vorstellen, ja.
00:27:47: Das genügend Zeit gehabt, dich damit auseinanderzusetzen.
00:27:50: Jeder konnte sich verabschieden und dadurch, dass eure Zeit ja so intensiv war, so wie ich sie jetzt empfinde, habt ihr einfach eine erfüllte Zeit miteinander gehabt, ne?
00:28:00: Die hatten wir ja, jeden Fall.
00:28:01: Ich
00:28:05: hab richtig kribbeln im Bauch.
00:28:06: Also von wegen, also einfach, ja, so berührend, ja, sehr schön.
00:28:15: Ohne mein Pferd.
00:28:16: Wie war der Moment danach, wo sie da nicht mehr da war?
00:28:20: Der Moment danach hat dann ihre verrückte Tochter dafür gesorgt, dass ich sehr schnell den Fokus auf sie gelegt habe.
00:28:31: Also an dem Tag selber wussten mich meine Mama und eine ganz liebe Freundin, die damals auch Einstellerin war, die haben mich von der Wiesel abgepflückt.
00:28:41: Also ich weiß nur, ich hab da in meinen Skikattlamotten, die ich anhatte, einfach beibelegen.
00:28:51: Ja, die hab ich irgendwann abgefügt.
00:28:53: Der Tag selber, der war so leer.
00:28:57: Ja.
00:28:58: Ja.
00:28:59: Aber mein Sohn war ja schon da, und als Mama bist du dann ja auch wieder ein bisschen mehr im Funktionieren.
00:29:08: Ja, und einen Tag später, wie gesagt, hat dann ihre Tochter sich darum gekümmert, dass ich mal ganz schnell auf den Boden der Tatsachen wieder zurückkomme.
00:29:17: Die hat mich am nächsten Tag fühlen lassen, dass ich schuld bin.
00:29:22: Schuld bin?
00:29:23: Das ist immer mal weg.
00:29:24: Ja.
00:29:25: Wow.
00:29:26: Und wie hat sie das gezeigt?
00:29:28: Ich bin das erste Mal vor einem meiner Pferde weggelaufen.
00:29:32: Oh.
00:29:33: Aus Angst.
00:29:34: Kannst mal sehen.
00:29:35: Ja.
00:29:37: Und dann hat sie aber am zweiten Tag, weil ich gesagt hab, du, nee, ich bin das hier nicht schuld.
00:29:41: Dann hat die Mama und ich zusammen beschlossen.
00:29:43: Dann hat die mich wieder so attackiert.
00:29:46: Und dann hab ich alles rausgebrüllt.
00:29:49: Also, sie hat eigentlich mit ihrem Verhalten, ich glaub, sie war anders, wirklich alles rausgebrüllen.
00:29:54: Und dann war gut.
00:29:56: Ja.
00:29:57: Hat sie wahrscheinlich gemerkt, da muss jetzt auch erst mal alles raus.
00:30:00: Zwei hat das schon immer ein bisschen krasser gemacht, die ihre Mama durchzutriggern.
00:30:05: Ja.
00:30:05: Und
00:30:05: dann war gut.
00:30:07: Und sie hat dir dann gezeigt, so jetzt ist das auch raus.
00:30:12: Kann man keine Worte für finden, was die für uns tun, ne?
00:30:17: Und was meinst du, was hat Liesl so mitgenommen von dir oder von deinem Leben?
00:30:24: Hat sie überhaupt etwas mitgenommen?
00:30:28: Schwere.
00:30:28: Schwere.
00:30:30: Schwere in dem Sinne die Schwere des Lebens oder in welchen Sinne?
00:30:36: Schwere vom Erlebnis.
00:30:37: Wow.
00:30:38: Also Wiesel weiß Dinge, die hat sie mitgenommen, die weiß niemand anderes.
00:30:43: Wow.
00:30:44: Das weiß ja eigentlich auch jeder, also ausgesprochene Worte.
00:30:49: Ja.
00:30:49: Ja, ist die Verarbeitung ja auch wieder anders.
00:30:53: Die hat die Wiesel alle mitgenommen.
00:30:56: Und wo fühlst du sie heute noch?
00:30:59: Die Wiesel überall.
00:31:03: Also Wiesel ist einfach überall.
00:31:05: Ich heiße ja Eindriebe.
00:31:07: Ja, das ist, das Lie ist ja die Liesel.
00:31:10: Ja.
00:31:11: Dadurch, wenn du selbstständig bist, bist du jeden Tag mit deiner Arbeit irgendwo konfrontiert und die ist einfach jeden Tag da.
00:31:18: Nachdem sie ja nicht mehr da ist, hast du ja jetzt ein Workbook, also dies zum Thema Autorin, ne?
00:31:24: Ja.
00:31:24: Um entstehen lassen.
00:31:25: Kannst du da ein bisschen was drüber erzählen?
00:31:29: Ja, also das Workbook, lass dein Pferd, dein Coach sein.
00:31:32: haben die Idee, wie es, glaube ich, einigen zu den ersten Corona-Jahren ging.
00:31:37: Ja, man wollte ja alles irgendwie online-freak machen.
00:31:41: Und ich habe schon immer als Geidner-Trainerin festgestellt, die Menschen verstehen mich akkognitiv, aber sie können mich drinnen setzen, was ich ihnen beibringen möchte und die Pferde verstehen ja auch im Endeffekt nur das, was wir rüber geben.
00:31:56: Und wenn ich dann selber mal ein Pferd in die Hand nehme, ja.
00:31:59: hat sie Pazier haben, die Pferde das verstanden.
00:32:02: Und dann, ich bin da nie so wirklich hintergekommen, aber irgendwie hatte ich immer schon das Gefühl, die stehen sich selber im Weg, die Menschen.
00:32:10: Und dann habe ich ein Fernstudium zur fischologischen Beraterin gemacht.
00:32:15: Ich wollte mehr Methoden, mehr Tools in meinem Köppchen haben, um die Menschen schneller zu sortieren.
00:32:23: Und das hat mich dann alles dahin gebracht, dass ich gesagt habe, die stehen sich selber im Weg.
00:32:29: Manche Menschen.
00:32:30: Und das wird spiegelt, das.
00:32:32: Es sind Glaubenssätze, Legislierungen oder egal, was.
00:32:37: Wird's auch.
00:32:37: Mutter-Gedanke ist, ich muss gleich nach Hause und noch Wäsche und Kochen und also man ist dann nicht beim Pferd.
00:32:45: Und ja, das wiederum habe ich auch schon davor in vielen Jahren von den Liesel gelernt, was also von wie die Versuchung sich mitzuteilen.
00:32:55: Egal, ob es jetzt das Spiegeln ist oder ob.
00:32:59: Also nochmal auf mein Lieselchen zurück.
00:33:01: Ich hatte einen jungen Mann, einen Autisten, dem sein Liebesbeweis war, mir an den Haaren zu ziehen.
00:33:07: Aber sein eigenes körperliches Empfinden, wie Selbstvernehmung war er auch, wenn er sich an den Haaren zieht, empfindet er sich.
00:33:15: Das waren keine Schmerzen für ihn.
00:33:17: So, jetzt wie will ich dem sagen, du tust mir weh, ne?
00:33:23: Aber... Es hat auch leider ein paar Mal schmerzhaftes an den Haare ziehen gekostet, bis ich verstanden habe.
00:33:29: Die Liese gespricht mit dir, weil die Lieseln immer ein paar Sekunden, bevor er mir an den Haaren gezogen hat, nicht ganz sanft, in die Haut gecatcht, nicht gebissen.
00:33:40: Es war schon so, dass man sagte, ey, aber es war nicht schmerzhaft.
00:33:45: Wie gesagt, es hat ein paar Mal gedauert, dass ich diesen Bezug verstanden habe, was wahrgenommen hat.
00:33:53: Ja, sei es jetzt, sie hat es als Übersprungshandlung mich gepitscht oder sie wollte mich warnen.
00:33:59: Ich weiß es nicht, ich will es ja auch nicht so jetzt vermenschlichen.
00:34:03: Aber sie hat sich mit mir unterhalten, was ich merke.
00:34:06: Guckst du vielleicht mal da oben auf die Liese?
00:34:09: Ja.
00:34:09: Und dann war die Hand zu mir unterwegs.
00:34:12: Und so gibt es ja so vieles.
00:34:14: Und das ist, was ich mit dem Workbook ja den Tickwinkeln aufs Pferd mal verändern.
00:34:19: Sie sprechen immer mit uns.
00:34:20: Ja.
00:34:20: Also ich kenne ja dein Workbook, es ist ja mega.
00:34:24: Danke.
00:34:24: Es
00:34:25: ist wirklich so passend, gerade für diese Pferd-Menschbeziehung, wenn man einfach selber an sich arbeiten möchte, um dann stark für das Pferd zu sein oder mehr aus deinem Pferd zu agieren, ist auch über sich mehr unterstützen möchte.
00:34:40: So empfinde ich das.
00:34:42: Ja, wir können Pferd sehr viel über uns selbst lernen.
00:34:47: Durchstand ist das Selbstrefektion.
00:34:49: Und in diesem Workbook sind auch Selbstcoaching-Aufgaben drin, weil jedes Pferd coacht.
00:34:54: Ja, und wir müssen eigentlich nur hingucken, ne?
00:34:56: Genau.
00:34:57: Unsere besten Lehrmeister.
00:34:59: Ja.
00:35:00: Ja, also für alle, die zuhören, wir können dieses Buch jedem empfehlen.
00:35:05: Und alle Informationen stehen ja dann in den Show-Notes.
00:35:08: Ja, liebe Brigitte, was möchtest du denn den Menschen, die ihr fährt, gerade auf dem letzten Weg begleiten, mitgeben?
00:35:15: Was wünschst du dir, dass die Zuhörer aus eurer Geschichte mitnehmen?
00:35:20: Spontan, ganz spontan, kommt mir wohlwollend und dankend auf die Zeit, die man hatte, zurück zu pficken.
00:35:26: Dass man halt erfüllt, auseinander geht.
00:35:29: Genau.
00:35:30: Und weniger diese Trauer vorherrschen lässt ist jetzt nicht mehr da, weil sie sind da.
00:35:35: Ja, ne?
00:35:37: Hast du auch gespürt oder spürst du immer noch?
00:35:40: Ja, sehr schön.
00:35:42: Ja, ich glaube, da können sie wohl was mit.
00:35:46: Danke.
00:35:50: Die Baumaktion.
00:35:51: Ich frage ja jede Interviewpartnerin, ob sie ein Baum für ihr verstorbenes Pferd pflanzen möchte.
00:35:56: Hast du damals drüber nachgedacht, möchtest du einen Leselbaum pflanzen?
00:36:01: Und wenn ja, welchen hast du dir ausgesucht?
00:36:04: Ja, ich möchte einen Leselbaum pflanzen.
00:36:07: Und ich möchte eine Tuja Pflanze.
00:36:08: Oh!
00:36:09: Ist jetzt fürs Pferdmisch so der optimale Baum, da gibt es Pflanze.
00:36:14: Nee, keine essbare Pflanze, nein.
00:36:16: Ja.
00:36:17: Wie kommst du darauf?
00:36:19: Wie komm ich darauf?
00:36:20: Du kannst eine Tuja immer in Form bringen, aber die Tuja spriehst trotzdem wieder irgendwo hinaus.
00:36:26: Also, die Tujas werden ja so gerne irgendwie modelliert und geschnitten.
00:36:31: Kann ja ja so nicht mal sagen, ob die Tuja für irgendwas steht.
00:36:35: Also... Ja, aber im Endeffekt macht sie trotzdem wieder, was sie so richtig findet.
00:36:40: Tuja ist für mich ein Darkerbaum.
00:36:43: Und Tuja bringe ich in Verbindung.
00:36:45: Wir hatten früher eine Tuja-Hecke, da waren immer Anseln drinne.
00:36:48: Also für Leben, Tagstoumen, immer wieder Erneuerungen.
00:36:53: Nicht jetzt so an das Anselnässtenke, was wir da immer hatten.
00:36:57: Ich hab hier so ein Buch, ich hab gerade mal eben ... So sucht und da steht die Tuja auch drin.
00:37:02: Sie ist ein Lebensbaum.
00:37:03: Das ist ja auch wieder sehr schön, ne?
00:37:06: Ja.
00:37:07: Der Satz, der dazu passt, ist, ich zeige mich so wie ich bin.
00:37:11: Und das passt ja auch sehr schön zu euch, ne?
00:37:13: Ja.
00:37:15: Zeigen.
00:37:15: Du bist ja umgezogen und dann wird das jetzt an eurem neuen Stall gepflanzt.
00:37:20: oder hast du schon einen schönen Ort dafür im Kopf?
00:37:22: Ich würde das gerne also dahin, wo ich zum Wohnen umgezogen bin.
00:37:26: Da soll der hin.
00:37:27: Weil die gesagt ist ja für Pferde giftig und da wohl die Pferde jetzt im Gezog sind.
00:37:33: Ja, sehr schlau.
00:37:34: Wollte
00:37:35: ich da jetzt nicht einsetzen.
00:37:36: Hier, wo ich mit der Wohnadresse zu Hause bin.
00:37:40: Ja,
00:37:41: super.
00:37:41: Dann freue ich mich natürlich, dass das entstehen darf.
00:37:44: Und ich durfte ja eine Botschaft von der Liesel empfangen.
00:37:47: Für dich haben wir ja vorher abgesprochen.
00:37:49: Und die Liesel war auch sehr bereit.
00:37:51: Sie war schon sehr aufmerksam.
00:37:52: und hat gewartet.
00:37:54: Mir ist aufgefallen.
00:37:56: Ich kriege ja dann immer ein Foto.
00:37:57: Das Foto kann auch der Zuhörer oder die Zuhörin auf dem Kawa dann sehen.
00:38:01: Da fiel mir auf, dass an der Seite, wo du standst, eine lichtvolle Seite war.
00:38:06: Und ich habe sofort irgendwie so ein Bild gehabt, dass du mit deinem Licht sie aufhältst und dass du sie lebendig wirken lässt durch dein Tun, durch dein Sein.
00:38:16: Das war schon mein erster Eindruck.
00:38:17: Also Liesel ist ja der rote Faden durch dein Weg bis heute.
00:38:21: Aber dadurch, dass du bist, lässt du sie lebendig wirken.
00:38:24: Dann habe ich so gefragt, welche Botschaft sie denn dir übermitteln möchte und sie sagte, so richtig echt keine Botschaft, aber sie schickt dir ein Kraftdier.
00:38:33: Und jetzt halte ich fest, es ist ein Schmitterling.
00:38:37: Der hat ja eine gewisse Bedeutung für dich und der steht nämlich für Leichtigkeit.
00:38:42: Und du hast gerade ja auch gesagt, sie hat Schwere.
00:38:45: von dir mitgenommen oder vom Leben überhaupt.
00:38:48: Ja.
00:38:49: Und jetzt schickst sie dir ein Kraft dir, was für die Leichtigkeit steht.
00:38:52: Überall wo Leichtigkeit im Spiel ist, ist diese Lotte an deiner Seite, damit du dich auch in schweren und dunklen Zeiten wieder an deine geistige und zerstörbare Natur erinnerst.
00:39:03: Das war die Botschaft.
00:39:04: Und der Schmetterling führt dich zur Erinnerung, träumen, wünschen und hören Zielen.
00:39:09: Da gibt es eine Affirmation zu auch zu dem Schmetterling.
00:39:12: Ich folge dem Weg meiner Bestimmung.
00:39:14: Also... Die Botschaft folge den Weg deiner Bestimmung.
00:39:18: Ich finde
00:39:21: dich wieder sehr passend und ich weiß, dass du da ganz viel mit kannst.
00:39:27: Ja.
00:39:28: Und ja, dann wären wir jetzt auch am Ende des Gesprächs angelangt und ich freue mich wirklich super, dass du bereit warst, deine Geschichte zu erzählen.
00:39:38: Und ich finde sie sehr berührend und auch sehr markant wie Lieselotte Liesel dich immer noch begleitet.
00:39:45: Was wird sie immer tun?
00:39:46: Ja.
00:39:47: Also selbst mein Sohn, der gehen abends, wenn ein Stern klarer Himmel ist, der hellste Stern ist die Wiesel.
00:39:53: Ja, und das Schöne war ja auch, du hattest direkt die Tochter, Soraya, noch an deiner Seite.
00:39:58: Ja, und da darf man sich einfach glücklich schätzen.
00:40:01: Und das freut mich auch ganz besonders, dass wir zwei uns da irgendwann mal kennengelernt haben.
00:40:07: Und ja, dass du, weil Wiesel hast du ja leider nicht mehr gekannt.
00:40:11: Aber auf dem letzten Weg mit der Soraya so unterstützend, da passt, egal ob mit Worten oder...
00:40:19: Ja, schön.
00:40:20: Da freue ich mich natürlich auch total drüber.
00:40:21: War sehr berührend.
00:40:23: Aber auch wieder einen Abschied in Würde und Frieden.
00:40:26: Und klar.
00:40:27: Ganz wichtig.
00:40:28: Ja.
00:40:29: Und du hast ja mittlerweile wieder neuer Pferde und einen Muli,
00:40:32: ne?
00:40:34: Die natürlich dann deine Kunden kennenlernen und auch lieben lernen.
00:40:38: Uns bestimmt.
00:40:39: Liebe Brigitte, herzlichen Dank, dir auf deinem Weg natürlich ganz viel Erfolg und viel Leichtigkeit.
00:40:46: Danke und danke, dass ich bei dir sein durfte.
00:40:48: Sehr gerne.
00:40:50: Tschüss.
00:40:50: Tschüss.
00:40:52: Und auch dir, liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer, danke ich von Herzen, dass du uns bisher zugehört hast.
00:41:04: Wenn dir diese Folge gut getan hat, abonniere meinen Podcast Hufspuren im Licht, wenn werde ihre letzten Wege gehen und teile ihn gern mit Menschen, denen er Mut und Kraft schenken könnte.
00:41:16: In den Show Notes finnest du immer ergänzende Informationen und vielleicht magst auch du deine Geschichte einmal erzählen, schreib mir gerne.
00:41:24: Bis zur nächsten Folge, alle drei Wochen hier auf diesem Kanal.
00:41:29: Und vergesst nicht, die Verbindung zu deinem Pferd bleibt.
00:41:32: Für immer.
00:41:33: Das
00:41:33: war's.
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