#9 - Arwen: Ein Urpferd
Shownotes
Vielen herzlichen Dank an Elma Esrig für ihren Mut und ihre Offenheit, über den letzten Weg von ihrem Seelenpferd Arwen zu sprechen!
Kontaktdaten Elma Esrig Website: www.wissen-macht-wirkung.com.
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Kontakt Stefanie Hegmann-Celie: Online-Praxis für Pferde Energiearbeit Mail: info@pferde-energiearbeit.com Facebook: www.facebook.com/hegmann.stefanie Linkedin: www.linkedin.com/in/stefanie-hegmann-celie Website: www.pferde-energiearbeit.com Info-Video über die Pferde Energiearbeit: www.youtube.com/watch?v=rM7QXk8_wcA&t=80s
Unterstützung beim Podcast: Annette Weiß, Podcast-Mentorin. funkenweiss, Branded Podcasts, Moderation und Training Mail: aw@funkenweiss.media
Hintergrundmusik, Harfe: Annemiek Bollen - www.kwikstaartje.nl Foto Stefanie: Marianne Künzel-Patuschka
Transkript anzeigen
00:00:05: Es war wirklich schwer, weil ich habe auch eine Autopsie machen lassen.
00:00:09: Ich hab ja noch andere Pferde auch also es war für mich auch essentiell zu wissen was passiert ist.
00:00:28: Herzlich willkommen zur neunten Folge von Hufspuren im Licht wenn Pferden ihren letzten Weg gehen!
00:00:46: Mein Name ist Stefanie Hekman-Zeli und ich spreche hier mit Menschen die ihr Pferd loslassen mussten.
00:00:52: ihre Geschichten sollen anderen Pferdemenschen Mut machen denn ein steht fest Irgendwann kommt der Tag, an dem wir uns von unserem Pferd verabschieden müssen.
00:01:01: Somit geht es in diesem Podcast darum, dass Liebe und Vertrauen stärker sind als die Angst vor diesem letzten Moment!
00:01:08: Und du wirst deutlich spüren, daß die tiefe Verbindung zwischen Pferde-und Mensch weit über diesen letzten Weg hinausgeht.
00:01:16: Heute hört ihr die Geschichte von Elmar Esrik und ihrer verstorbenen Stute Arwen.
00:01:22: Elmar hat innerhalb von anderthalb Jahren drei von ihren sechs Pferden verloren.
00:01:26: Im Vorgespräch hat sie mir erzählt, dass sie den Tod sehr schwer akzeptieren konnte.
00:01:31: In der Theorie vielleicht nicht – jedoch im Erleben!
00:01:35: Somit freue ich mich heute wieder ganz besonders einen weiteren Blickwinkel auf das Thema Abschied vom Pferd zu ermöglichen.
00:01:56: Aber magst du dich der Zuhörerin, den Zuhöhrer hier mit eigenen Worten vorstellen?
00:02:01: Ja sehr gerne.
00:02:03: Ich komme ursprünglich aus dem Theaterbereich.
00:02:05: ich bin Theater Regisseurin und unterrichte schon seit über dreißig Jahren Schauspielstudierende.
00:02:12: Ich habe dann allerdings zunächst einmal dachte das hat damit gar nichts zu tun meiner Liebe für Pferde nachgegeben Pferdetraining eingestiegen, also in die Ausbildung dazu natürlich nicht in ein gewöhnliches.
00:02:28: Gewöhnliche haben mich nicht interessiert sondern in einen besonderen Art mit Pferden umzugehen und zu kommunizieren in der direkten Arbeit so dass es zu einer wirklichen vertrauensvollen Verbindung zwischen beiden kommt.
00:02:43: Er hat sich dann ergeben, dass die Akademie, die Theaterakademie an der ich unterrichte genau dieses Training für die Schauspieler angefragt hat.
00:02:52: Also für ihre körperliche Präsenz auf der Bühne und ich habe sofort gesehen das das ein absolutes Gewinn sein müsste und hab dann das Training mehr und mehr von dem sagen wir mal von der normalen Situation Pferdebesitzer und sein Pferd umgestellt und mit meinen eigenen Pferden dann für die körperliche Präsenz dieser Menschen gearbeitet, macht das immer noch inzwischen viel mehr für Business-Leute.
00:03:21: Die sich Präsents im Auftreten wünschen.
00:03:24: und so ist auch die eigentliche Arbeit an der Akademie für Schauspieler dann auch im Sprechen umgeswitched rüber zu Business-leuten aber auch zur Dozenten an Hochschulen zu Wissenschaftlern.
00:03:37: Aber ein Teil davon ist eben tatsächlich die körperliche Präsenz, die körperliche Ausdrucksfähigkeit.
00:03:44: Die ja wie wir wissen nie nur körperlich ist sondern immer einen Ausdruck der inneren Vorgänge sein muss zu einem großen Teil mithilfe der Pferde für Menschen aus Wirtschaft Kultur Wissenschaft möglich zugänglich zu machen und das ist das was ich jetzt mache.
00:04:01: Ja
00:04:02: Wunderbar!
00:04:03: Ja, das ist ein großer Gewinn würde ich jetzt persönlich so sagen.
00:04:06: Denn ja wir wissen alle gerade die Pferde, die reagieren auf unsere Präsenz und unseren Ausdruck.
00:04:13: Sie locken bei uns aber auch so viel hervor dass wir zu unserem echten Ich kommen und da ist es eine wunderbare Kombination, die du anbietest also... Also ich bin ja ganz begeistert.
00:04:23: Danke!
00:04:28: Mein Pferd.
00:04:30: heute sprechen wir über Arwen über deine verstorbene Stute.
00:04:34: Du hast ja im Vorfeld gesagt, Arwen wählst du dir aus.
00:04:39: Du hast schon zwei andere Pferde verloren?
00:04:41: Kannst du noch einmal sagen warum Arwen für dich in Frage kommt für das heutige Gespräch?
00:04:47: Nun dass mit Arwen war tatsächlich ein Unfall und sie war mein jüngstes Pferd.
00:04:54: Sie war in vielerlei Hinsicht auch mein besonderes Pferdd vom Charakter her von der ganzen Geschichte, die wir zusammen hatten.
00:05:04: Und mich hat auch ihr Tod am meisten erschüttert.
00:05:07: Die anderen beiden ... Das war meine allererste Stute, die einfach sehr alt geworden ist bei mir, sehr lange bei mir war und es hat zwar geschmerzt aber es gab einen Sinnaspekt darin.
00:05:21: sie war alt und ihr Tod war nicht gewaltsam Es war ein Wegschlafen.
00:05:28: letztendlich natürlich dann doch auch mit Unterstützung der allerletzte Schritt.
00:05:33: aber Wenn man das überhaupt sagen kann ich weiß du kannst es.
00:05:37: Ich kann's nicht so leicht.
00:05:38: Es war ein guter Tod.
00:05:41: Das andere Pferd war auch schon älter hatte einen Unfall hat sich dann über zwei drei Jahre sehr gut erholt Mit diesem unfall und irgendwann hat sich haben sich aber die folgeschäden so akkumuliert, dass er Schmerzen hatte und wir ihn erlösen mussten.
00:05:56: Und auch da hatte ich viele Jahre Zeit im Bewusstsein dessen das er diesen Unfall hat und dass da eine schwere Arthrose sich entwickeln wird mich dem Gedanken anzunähern während das mit Avin abgesehen von ihrer ausnehmend besonderen Persönlichkeit ein sehr plötzliches Geschehen war und es auch für mich sehr lange nachgewirkt hat.
00:06:19: auf ganz besondere Weise
00:06:21: Bevor wir jetzt ganz viel über Arwen sprechen, wenn wir es als Zuhörer die Augen schließen würden oder schließen.
00:06:28: Welches Bild erscheint uns von Arwen?
00:06:31: Kannst du uns da mitnehmen!
00:06:52: durch diese hohe Energie, die sie in sich trägt einen Körper der sehr tänzelnd ist.
00:06:58: Er sich sehr leicht bewegt, obwohl er ein großes schweres Tier war spürte man das ihrer Bewegung überhaupt nicht an.
00:07:05: Sie ist feurig gewesen und also der Körper war ein sehr schöner Ausdruck für diese innere Feurigkeit.
00:07:13: Und du siehst eigentlich ihre Mäne immer irgendwie flattern Ihren Schweif immer irgendwie flattern die ganze Zeit in Kontakt mit der Umwelt.
00:07:23: Fast nie dösend träge, sondern fast immer darauf aus etwas Spannendes zu sehen und etwas Spanndes zu tun.
00:07:31: Und welche Farbe hat sie?
00:07:33: Arwen war ein Grauschimmel.
00:07:35: Sie wurde immer heller während ich bei mir war.
00:07:38: Ich habe sie schon sehr jung bekommen.
00:07:39: Sie war dann am Ende nun ja ein sehr, sehr helles Grau oder ein sehr dunkles Weiß wenn man so will.
00:07:48: Also man kann das ja auf dem Kabber sehen.
00:07:50: Für die Geschichte haben wir ein schönes weißes, strahlendes hochenergetisches Wesen mit uns.
00:07:55: Ja
00:07:56: sehr schön!
00:07:57: Wie lange wart ihr zusammen?
00:08:00: Das ist für mich gar nicht mehr so leicht nachzuvollziehen aber ich würde sagen es müssen so sicher fünf Jahre gewesen sein.
00:08:08: Nicht mehr.
00:08:11: Wie lange ist das her dass sie von dir gegangen ist?
00:08:19: Und du hast sie dann mit wieviel Jahren bekommen?
00:08:22: Sie war noch nicht ganz zwei.
00:08:23: Kurz bevor sie ihren zweiten Geburtstag feierte, ist sie zu mir gekommen.
00:08:28: Da kommen wir ja schon direkt zur ersten Begegnung!
00:08:31: Wie war denn eure erste
00:08:32: Begegnung?!
00:08:33: Ja die war sehr spannend.
00:08:35: Ich bin nach Mecklenburg-Vorpommern gefahren, ich bin ja hier in Passau und bin den Weitenweg gefahren weil eine Züchterin dieser speziellen Rasse sie ist ein Spanish-Normen ihre Zucht aufgeben wollte und das war ihr letztes Pferd zusammen mit einem weiteren Pferde der in ihrem Besitz waren.
00:08:56: Sie wollte gerne diese beiden Pferden verkaufen um Ihre Zucht zu beenden Und ich bin nach Mecklenburg-Vorpommern gefahren.
00:09:04: Eine lange Autoreise von hier aus und hab die beiden Pferde, um die es ging, André war der eine, der ist dann auch bei mir gelandet, standen direkt nebeneinander auf einer Wiese, auf einer Koppel und Arwen stand noch mit ihrer Mutter zusammen.
00:09:21: Die Mutter war ein weißer Percheron.
00:09:23: Tatsächlich war das so ... Als ich sie zuerst gesehen habe, sich die Mutter nicht auf uns zubewegt hat.
00:09:30: Aber Arwen, der damals noch Herrling war, von sich aus sofort zu uns gekommen ist?
00:09:37: Nicht um zu schmusen sondern um zu schauen ob man mit uns spielen kann und ob wir interessant sind... Also sie erzeugte keinerlei Scheu.
00:09:45: auch wenn ihre Mutter sie dahin nicht begleitet hat, hat sie sich von der Mutter gelöst.
00:09:50: Sie wirkte sehr selbstbewusst, sehr fröhlich.
00:09:54: Sie hat sofort mein Herz erobert, sie ließ sich sofort überall anfassen.
00:10:00: Fasste auch mich überall an mit ihren Lippen.
00:10:02: also es war nicht eine einseitige Geschichte sondern unglaublich neugierig und voller Vertrauen ehrlich gesagt weniger in mich sondern in sich selbst oder in die Welt oder so etwas.
00:10:17: das war die erste Begegnung.
00:10:19: jetzt hast du dir ja so beschrieben aber kannst du noch so einen besonderen Gedanken daraus, wo du gesagt hast, das ist sie oder was hast du damals gedacht?
00:10:29: Sie wirkte wirklich sehr stolz.
00:10:32: Sehr unbedürftig!
00:10:34: Sie machte nicht den Eindruck als würde sie mich für irgendetwas brauchen.
00:10:40: Ich war für sie eine reine Zutat zu ihrem ansonsten sehr schönen Leben Das auch wegfallen kann, sehr eigenständig Auch in sich ruend trotz dieses jungen Alters, das kann man sich kaum vorstellen.
00:10:54: Habe ich danach auch so nie wieder erlebt als wäre sie sich genug und die Welt wäre ihr genug?
00:11:01: Und Menschen sind eine ... In dem Moment war es eine nette Abwechslung.
00:11:07: Das hat mich fasziniert.
00:11:08: diese ja für Pferde doch ein wenig untypische enorme Selbstständigkeit.
00:11:14: innerliche
00:11:15: Ja schön Ja, und du hast jetzt gerade gesagt fünf Jahre wart ihr zusammen.
00:11:22: Wenn man da jetzt mal so darauf zurückblickt... Wie lang ist ja eigentlich total egal?
00:11:26: Die Zeit kann ja auch wenn sie kurz war so unsagbar wertvoll gewesen sein wie manchmal man dreißig Jahre mit einem Pferd zusammen war.
00:11:34: ne?
00:11:35: Was ist da für dich in dieser Zeit der herausragendste Glücksmoment?
00:11:42: Ah, wenn war ein scheinbar nicht trainierbares Pferde.
00:11:46: Sie hat sich gegen jede Form der Einflussnahme auf ihren Körper, auf ihr Denken, auf Ihr Befinden gewährt.
00:11:55: Das kannte ich so als Pferdetrainerin nicht und es hat mich... Es hat mich vorkommen aus der Komfortzone geholt.
00:12:03: Ich habe begonnen mit ihr zu arbeiten, als sie ungefähr drei war also nicht sie zu reiten sondern mit ihr zur Arbeiten.
00:12:09: und es ging schier nicht.
00:12:12: Es konnte über eine ganz Minimale Kleinigkeit wirklich gefährlich werden, sie konnte aggressiv werden und sich mit allem wehren was sie zur Verfügung hatte gegen eine Richtungsänderung.
00:12:24: Also nur die Bitte die Richtung freilaufend zu ändern.
00:12:28: Nur damit man versteht das war keinerlei eigentlich aus meiner Sicht kein Zwang in dem Moment.
00:12:34: Konnte Sie es enorm aufbringen?
00:12:36: Ich habe sie dann so meine Trainerin ins Training gegeben weil ich tatsächlich überfordert war.
00:12:43: Das lief da ganz gut.
00:12:45: Und dann kam sie zu mir zurück nach vier Monaten, fünf Monaten und ich habe versucht darauf aufzubauen und es wurde wieder schwierig.
00:12:54: Und irgendwann war's so, dann kam Corona.
00:12:57: Ich hatte enorm viel Zeit.
00:12:59: Ich konnte nicht in der Akademie unterrichten.
00:13:01: Es war kein Präsenzunterricht möglich.
00:13:04: Und ich hab plötzlich gedacht meinem Tochter liebte Arwen besonders.
00:13:08: Und genau für meine Tochter die damals so... war das viel zu gefährlich.
00:13:14: Und ich habe mir gedacht, Ich will mal mit dieser ganzen Zeit die ich jetzt habe einen Zugang zu Arwen finden.
00:13:20: Es kann nicht sein dass sie so für dagegen bleibt.
00:13:25: und es ist mir gelungen innerhalb dieser.
00:13:28: Das war der erste Corona-Welle wo wirklich gar nichts ging und wir hier auf unserem allein stehenden Hof wirklich abgeschottet waren.
00:13:35: Ich hab ja alle Trainingsmöglichkeiten.
00:13:37: Am Ende dieser Monate könnte meine Tochter mit ihr ausreiten.
00:13:42: Ich hab Gänsehaut.
00:13:43: Und das war wirklich besonders, weil Arwen mich dahin geführt hat wie sie trainiert werden will Wie es für Sie nicht nur akzeptabel sondern wie sie den Sinn in dem Ganzen finden kann.
00:13:57: und dann blieb sie immer noch ein sehr stolzes sehr eigenständiges Pferd.
00:14:01: aber sie hat diese massive Kraft dagegen abgelegt und hat zusammengearbeitet mit uns.
00:14:07: und Es war wirklich so dass wenn wir zusammen ausritten ich höre dann auf Andrej Und meine Tochter auf Arwen, das begegnete uns irgendwas Furchteinflösen.
00:14:15: Das war ein Haarwester im Wald musste ich absteigen von André weil er sich nur noch vom Boden aus führen ließ und Arwen und meine Tochte ritten einfach voraus Weil Arwen gesagt hat es macht mir überhaupt nichts aus.
00:14:28: also sie war aufgrund ihrer Selbstbewusstsein und ihrer Stärke Im Grunde sicherer als mein angeblich viel gemütlicheres ruhiges sicheres Pferd.
00:14:37: Ja ein besonderes Pferde.
00:14:40: Das hört sich echt spannend an.
00:14:42: Ich kenne aus eigener Erfahrung auch so einen, sag es mal Urpferd?
00:14:46: die echt bei sich bleiben und auch dieses Domestizieren, sag ich jetzt mal nicht, dass du Domestiziert hast.
00:14:53: Da ist schon jede kleinste Bewegung oder jeder kleinste Wille von uns eine enorme Einschränkung für sie.
00:15:00: Das hast du super schön zusammengefasst!
00:15:02: Wenn die Pferde dann den Sinn sehen warum sie etwas machen und merken es wird zugehört, dann ist das ein wahres Geschenk für beide weil das ist letztendlich in meinen Augen der Schlüssel.
00:15:14: So lernen sie uns, wie es behaftig ist mit Pferden zusammen zu sein.
00:15:19: Richtig!
00:15:20: Das war meine Lektion mit Avon.
00:15:23: Wunderschön also ich strahle hier wie so ein Honigkuchenpferd kann man leider nicht sehen.
00:15:28: aber ich freue mich einfach ja dass diese Erfahrung durch Avon gemacht werden konnte das hier so toll war und dieser Aufgabe hatte.
00:15:35: Ja
00:15:38: auch schön.
00:15:40: Mir fällt gerade so dazu ein, ich habe mal gelesen dass Frauen einfach schon von Ursprung an wissen wie man mit Pferden umgehen muss.
00:15:49: So diese ganzen Trainingseinheiten sind eher aus dieser männlichen Energie entstanden die es nicht unbedingt schlecht ist.
00:15:54: aber wenn wir dann versuchen mit der männlichen energie unterwegs zu sein Dann ja kommt das in uns zu kämpfen Die natürlich dann die Pferde dann wieder spiegeln.
00:16:03: Und das finde ich so wunderschön, wie das sich auch wieder verkörpern kann wenn wir alles in einer Einheit ist.
00:16:10: In dieses Vertrauen an die Anbindung und allem drum und dran was dann zugehört wird.
00:16:15: Das habt ihr dann wunderschön verkörpert.
00:16:17: also ich freu mich gerade wirklich sehr
00:16:20: Ja!
00:16:21: So hört sich das auf jeden Fall für mich an ja?
00:16:24: Ja, schön.
00:16:26: Also mich haben alle meine Pferden etwas gelehrt Kundenpferde, was gelehrt.
00:16:31: Aber Avin hat mir gezeigt dass ich trotz alt meinem angeblichen Wissen um Pferde und um das Trainieren keine Muster anwenden darf sondern dass ich ganz genau hinschauen muss was jetzt hier passiert.
00:16:49: Und natürlich mein zentrales Thema auch in meiner sonstigen Arbeit ist Präsenz.
00:16:54: und Avin hatte mich diese Präsens in jeder Hinsicht gelehrte Sowohl im Negativen, ich musste Präsenz sein weil... Ich auf mich aufpassen musste.
00:17:04: Damit sie mich nicht in Grund und Boden stampft!
00:17:07: Ich musste aber auch Präsent sein um sie wirklich zu erreichen Und nicht nur mit meinen Methoden zu tangieren Denn die haben sie wenig tangiert Und ich musste lernen zu erkennen genau in diesem jeweiligen Moment.
00:17:20: Wo steht sie?
00:17:22: Was ist gerade ihr wichtig?
00:17:25: Was isst Ihr Problem?
00:17:26: was ist aber auch Ihr Wunsch mich darauf mit allem, was ich kann und auch dann eben noch nicht kann einzustellen.
00:17:35: Das heißt jetzt Sachen aus mir hervorgeholt von denen ich nicht mal wusste dass ich sie kann weil sie sie gebraucht hat.
00:17:42: Ja das ist wenig so faszinierend, dass sie das so aus uns rauskitzeln und letztendlich ist man ja auch nicht für nix unterwegs zusammen.
00:17:51: Das was sie brauchte steckte in dir aber dann bewusst rausgekitzelt.
00:17:55: also mega Und ich kann mir das vorstellen, dass gerade so dieser Weg dir auch jetzt natürlich in deinem beruflichen Werdegang enorm geholfen hat.
00:18:07: Dass du die Erkenntnisse, die daraus entstanden sind, super weitergeben kannst!
00:18:12: Ja ja und auch mir persönlich hat es viel bedeutet das zu können und in mir zu entdecken aber auch durch sie eben trainiert zu bekommen.
00:18:21: Sie hat eher mich trainiert als ich sie.
00:18:25: Haste schön gesagt Der letzte Moment.
00:18:31: Wenn man jetzt so auf den Wendepunkt zu sprechen kommt, normalerweise ist der Wendelpunkt nicht der letzte Moment.
00:18:38: aber du hast gerade gesagt es war ein Unfall.
00:18:40: dann ist es ja meistens wenn dein Unfall da ist entweder geht's dann wieder bergauf oder halt nicht.
00:18:46: Ja
00:18:46: magst du uns damit nehmen?
00:18:49: Also ich erinnere mich jetzt sogar besser, weil ich an diese Zeit schwer zurückdenke.
00:18:54: Es war der zweite Januar zwanzig und meine Pferde haben einen überdachten Stall bereit, aus dem sie aber selbstständig jederzeit raus- und reingehen können auf die Weiden wie sie wollen.
00:19:06: Und Sie haben sehr große Weiden gehabt.
00:19:09: Die Tage davor waren ziemlich warm gewesen es lag keinerlei Schnee eine zusätzliche Koppel aufgemacht, sodass sie wirklich noch mehr Platz haben.
00:19:20: Sie hatten dann insgesamt zweieinhalb oder knapp drei Hektar weil es so herrliches mildes Winterwetter war damit sie die ganzen Koppeln nutzen können und sie sind dann auch ungewöhnlich lange draußen geblieben weil sie eben diesen zusätzlichen Freiraum hatten und am Abend des zweiten aber sie kamen abends immer zurück um dann doch gab ja fast Nicht allzu viel zu fressen auf den Koppeln des alten Gras vom vergangenen Jahr.
00:19:48: Und sie hat natürlich frisches Heu im Stahlbereich und sie kamen immer in der Regel um dieselbe Uhrzeit, man kennt das ja zurück.
00:19:55: die Herde insgesamt es waren damals vier Tiere die zusammen waren.
00:19:59: ich hatte noch zwei Tiere separat und alle waren da aber Arwen nicht.
00:20:05: Es war noch ein wenig hell Und wir haben erkennen können in der Dämmerung, dass Avens zwar auf dem Weg nach Hause war.
00:20:13: Aber extrem langsam ging und das hat uns verwundert weil sie sonst auch immer eine der Ersten war die irgendwo ist.
00:20:23: Und als sie dann endlich es so eine Steigung hin zum Stallbereich, dass der sehr erhöht liegt... ...als sie dann endlich oben angekommen war war sie schweißdurchnässt, also vollkommen verschwitzt.
00:20:35: Sie pumpte sehr stark und wirkte als hätte dieser Aufstieg, der für ein Pferd keinerlei Probleme bereitet, enorm Kraft gekostet.
00:20:46: Und ich habe zuerst an eine Kolleg gedacht ... jetzt mit den ersten Symptomen hätte zusammen stimmen können.
00:20:54: Das war natürlich ein Sonntag, ich habe trotzdem einen Notdienst-Tierarzt gefunden nicht meinen aber einer der an diesem sonntag Abend da war und er ist gekommen und hat gesagt hm Kulik kann er jetzt nicht so feststellen war ratlos was es sein könnte?
00:21:12: Hat ihr eine Infusion gegeben noch am Abend dass.
00:21:16: daraufhin hat sie sich ziemlich gut, noch während Sie die Infusion bekamen erholt.
00:21:20: Also die ganzen Vitalfunktionen haben sich etwas beruhigt.
00:21:24: Ich habe sie eingedeckt wegen dem Schwitzen.
00:21:26: Sie wurde trockener also sie schwitzte nicht mehr nach und wir dachten was immer es gewesen ist Es könnte überstanden sein.
00:21:34: Sie hat auch gefressen wenn auch nicht wirklich gut aber sie hatte Appetit!
00:21:38: Es schien also diese Maßnahme die wir einfach so blindlings versucht haben gegriffen zu haben.
00:21:44: ich hab natürlich Am nächsten Morgen sofort nach ihr geschaut, das ganze Jahr hat sich hingezogen bis zehn Uhr nachts.
00:21:50: Die ganze Behandlung und am nächsten Morgen ging es ihr wieder schlechter.
00:21:54: Das war aber dann ein Montag.
00:21:55: da war dann auch mein regulärer Tierarzt wieder da zur Verfügung Und ich hatte den gerufen.
00:22:02: als er sie untersuchte war sie schon wieder in einem ähnlich schlechten Zustand wie am Abend zuvor Und er hat auf eine Vergiftung getippt, womit er letztendlich recht haben sollte.
00:22:16: Aber es war erst mal eine Vermutung und wir haben begonnen zu versuchen das aus ihr rauszuschwemmen.
00:22:22: diese Giftstoffe also mit verschiedenen ja durchaus anstrengenden Prozeduren Das kann man sich vorstellen.
00:22:31: Das hat alles nichts genützt.
00:22:33: Letzt endlich wurde sie immer schwächer, immer apathischer Und wir haben diese Behandlung in der Halle gemacht, von wo aus sieht... Also die Halle hat eine Öffnung.
00:22:43: Sie konnte die anderen sehen und waren vielleicht zwanzig-dreißig Meter Luftlinien entfernt aber sie war eben separiert damit wir das machen können.
00:22:53: und sie ist dann in der Halle zusammengebrochen als der Tierarzt schon weg war.
00:22:57: also er hat die Behandlungen gemacht ihr machten Konter gesagt wir müssen abwarten.
00:23:02: Ich soll ihn am Abend noch mal anrufen.
00:23:04: Sie ist zusammengebrochen und konnte nicht mehr von alleine aufstehen.
00:23:08: Ich wusste dann, dass es wohl das Ende ist, was jetzt gerade passiert.
00:23:12: Meine Tochter war den ganzen Tag über mit Freunden weg gewesen unterwegs gewesen.
00:23:17: Es waren ja Weihnachtsferien ... Das war der dritte Januar, meine ich.
00:23:22: Und sie kam als Abend schon lag und war nachdem es ihr am Abend besser gegangen war beginnenden Verschlechterung war sie eigentlich vollkommen unvorbereitet auf, wie dramatisch sich die Dinge in den wenigen Stunden entwickelt hatten.
00:23:39: Und im Grunde war nur noch ... In dem Moment nur noch Zeit, sich von ihr zu verabschieden weil ich den Tierarzt schon gerufen hatte um Sie zu erlösen und da hatten wir dann vielleicht noch eine halbe dreiviertel Stunde bis der Tierarz da war und wir konnten nur noch bis zu ihrem Tod dann bei ihr sein.
00:24:00: Das war dann, also es ging relativ schnell alles wie man hört.
00:24:06: Ja sehr schnell genau Ohne mein Pferd und dann kann ich mir auch vorstellen dass man dann im nachgang noch lange mit zu kämpfen hat gerade wenn so schnell geht.
00:24:20: Man muss ja erst mal diesen moment auch verarbeiten.
00:24:24: Ich denke mal in dem Moment bist du erstmal für Abend da gewesen, stark und ja immer geguckt was es geht gerade.
00:24:31: Was können wir noch machen?
00:24:35: Es war wirklich schwer weil ich habe auch eine Autopsy machen lassen.
00:24:39: Ich hab ja noch andere Pferde auch und sie hat sich auf unseren Walden vergiftet.
00:24:44: also es war für mich auch essentiell zu wissen was passiert ist.
00:24:48: das war eine atypische Weidemüo-Partie das heißt es waren die Bergahornsamen, die sie aufgenommen hat.
00:24:55: Und das war deswegen schwer weil ich weiß dass auf unseren Weiden auch Bergahorn-Samen liegen und dass die im Frühjahr und im Herbst gefährlich sind nicht aufgenommen werden dürfen und ich da die Weide auf der das Wächst auch schließe.
00:25:11: aber es war Anfang Januar.
00:25:13: Ich war der festen Überzeugung die vermodert sind und nicht mehr, also die gefährliche Zeit ist im Grunde früher wenn diese Samen austreiben.
00:25:25: Diese frischen Austriebe.
00:25:27: Und wenn die Samen als Samen abgeworfen aufgenommen werden am Boden, bloß das es so in September Anfang Oktober der Fall?
00:25:37: Ich habe die Sache falsch eingeschätzt gehabt mit anderen Worten Denn aufgrund dieses unglaublich schönen, warmen Wetters wollten die einfach nicht zurück in den Stall und haben dadurch doch irgendwie gefressen was halt so noch zu fressend da war.
00:25:50: Natürlich hauptsächlich Gras aber in diesem Gras müssen noch giftaktive Samen trotz der zwei drei Monate gewesen sein.
00:26:00: also was für mich mit anderen Worten schwer war war die Erkenntnis dass es letztendlich mein Versuch war ihnen mehr Freiheit zu verschaffen, noch mehr Auslauf an diesem wunderschönen Wintertag.
00:26:16: Eine nicht gut genug überlegte Entscheidung war oder zumindest eine Entscheidung die nur auf... Ich denke sie müssten jetzt nicht mehr aktiv sein.
00:26:26: es heißt doch immer nur im Herbst.
00:26:29: also das heißt mit anderen geworden.
00:26:32: ich fühlte mich dafür verantwortlich.
00:26:35: ich weiß natürlich haben wir alle gesagt du konntest nicht und Du konntes nicht aber Dennoch war es eben, Pferde sind sehr freie Wesen.
00:26:44: Sie sind in unserer Obhut und das Beste was wir tun können ist diese Einschränkung ihrer Freiheit so gut wir können auszugleichen durch eine Partnerschaft, durch eine Haltungsform die noch Anlehnung an Freiheit hat Die Verantwortung übernimmt.
00:27:03: Gutes Heu gutes Wasser du weißt.
00:27:07: Und verrückterweise genau im Bestreben dem gerecht zu werden, habe ich aber ein Fehler gemacht.
00:27:14: Das hat mich schon belastet, dass sich die Weide.
00:27:18: schlichtweg hätte ich sie nicht geöffnet, wäre es nicht
00:27:20: passiert.".
00:27:22: Das kann man glaube ich wirklich einfach so knapp und klar sagen?
00:27:27: Hätte es nicht passieren können denn die Weidetin zur Verfügung stand hatte keine Bergahornbäume.
00:27:33: mir war bewusst das auf der anderen Bergahon.
00:27:37: also man kann jetzt Es gibt nichts, wo ich mich groß rausziehen kann und sagen kann ach nee das wusste ich gar nicht oder so.
00:27:46: Ich habe es schlichtweg nicht als Risiko angesehen war auch für den Tierarzt überraschend dass sowas im Januar noch passieren kann.
00:27:55: ja kann ich alles zu meiner Rechtfertigung anführen und ist auch außergewöhnlich aber es war halt
00:28:05: so.
00:28:05: Ich finde das jetzt wirklich sehr mutig von dir, das so auch auszusprechen.
00:28:09: Auch für dich persönlich denn du hast von einem Fehler gesprochen.
00:28:13: ich persönlich ja wir sind Menschen und machen Fehler aber immer aus gutem Willen.
00:28:20: man kann es in dem Moment gerade nicht anders.
00:28:22: also mir kam grade einfach die Eingebung dann wäre was anderes passiert?
00:28:27: Auch wenn du die Wiese zugelassen hättest dann wär aber irgendwas anderes passiert weil es wahrscheinlich der Seelenweg war.
00:28:35: Hast ich da schon mal mitbefasst?
00:28:37: Mit der Frage musste es sein, also ohne jetzt dann dir die Schuld so extrem zuzuordnen.
00:28:49: Beschäftigt ist mir natürlich bekannt diese Art von Denken und ich kann Elemente davon für mich auch rausnehmen und nachvollziehen.
00:29:02: Manchmal aber ist es durchaus auch ein... entschlüpfen der Härte, der eigenen Verantwortung.
00:29:20: Ja es ist wirklich für mich nicht so leicht das zu beurteilen inwieweit es notwendig war weil dann würde sie auch bedeuten dass meine Verantwortung gar nicht so schwer wiegt.
00:29:35: Es gibt immer beide Seiten.
00:29:37: also ich empfinde Verantwortung als etwas dass ich mir selber gebe und auferlege.
00:29:43: Und nichts, was mich bedrückt ist das, was ich bezahle für das Glück mit diesen Tieren zusammen zu sein?
00:29:50: Mein Verantwortungsgefühl... Ich glaube es darf auch das sein, dass ich ein Fehler gemacht habe.
00:30:00: Klage mich dessen nicht an in dem Sinne aber ich möchte dazu stehen.
00:30:09: So gut ich kann weitere Fehler vermeiden, das wird aufgrund dessen, dass auch nur ein Mensch bin mir nicht immer gelingen.
00:30:17: Ich habe schon öfter Fehler gemacht.
00:30:19: Mein ganzer Weg ist gepflastert von Fehlern.
00:30:23: Sie ... Ich will sie nicht weniger ernst nehmen.
00:30:27: Vielleicht ist das so einen Wunsch in mir?
00:30:30: Lieber lebe ich mit dem Gedanken und es ist nicht gerade schön aber... Ich habe fünf schöne Jahre mit ihr gehabt, das kann ich schon damit
00:30:40: bezahlen.
00:30:40: Ja auf jeden Fall und sie auch mit dir und mit euch.
00:30:49: Manchen hilft ja auf diesem Weg dass man sich noch mit den verstorbenen Pferden verbindet.
00:30:54: also ich hab hier jetzt auch eine Botschaft von Armen durch dich erhalten für dich.
00:31:00: Bist du da auch schon mal mit umgegangen?
00:31:04: Hast du Abend andauernd um dich herum, ich sag immer jetzt vom Gefühl her oder wie gehst Du damit um?
00:31:11: Also das verändert sich natürlich mit der Zeit.
00:31:14: Die erste Zeit stand ich glaube ein bisschen unter Schock auch wenn nicht so gewirkt habe.
00:31:21: Ich habe vier Kinder die haben damals noch alle bei mir gelebt.
00:31:25: Ich hatte zwei Hunde in dem Moment noch fünf weitere Pferde.
00:31:29: also ich bin ganz in diese weitere Verantwortung eingestiegen und habe für alle gesorgt war natürlich einige Tage betroffen.
00:31:41: Und traurig, ja der Alltag hat erfordert dass ich weitermache und besser weitermachen wenn möglich und das hab' ich auch getan aber also mit anderen Worten den Tod eher weggedrückt würde ich es formulieren weil es war nichts mehr zu machen.
00:32:01: die Anderen Für die kann ich noch etwas machen.
00:32:04: Also dieses pragmatische Denken, insofern ging es mir einigermaßen gut.
00:32:10: Meine Tochter hat daraufhin gesagt sie will nie wieder entfernt.
00:32:13: also sie hat das auf ihre Weise auch irgendwie weggedrückt.
00:32:18: im Sinne von dass will ich nie mehr erleben.
00:32:20: damit habe ich nichts mehr zu tun.
00:32:22: das dann kommt nicht mehr an mich ran.
00:32:26: dennoch gab's dann viele Monate später Ich meine ungefähr vier, fünf Monate später ein besonderes Ereignis und zwar habe ich an einem frühen Morgen auf einer anderen Weide die aber auch die Pferde nutzen.
00:32:44: Die jungen Achentriebe beseitigt damit die Pfede das ohne Gefahr nutzen können.
00:32:51: also ich war sozusagen schon in einer Tätigkeit begriffen die damit zu tun hatte aber ohne dass sich jetzt daran an den Tod oder einen Abend gedacht hätte in diesem Moment.
00:33:02: Das war eine ganz praktische Arbeit.
00:33:04: Meine Tochter ging zur Schule und ihr Weg führte daran vorbei, ich hab ihr noch gewunken... ...und danach weiß ich nichts mehr!
00:33:12: Ich habe eine stressbedingte Amnesie bekommen.
00:33:17: Das heißt, ich selber erinnere mich nicht was nach diesem Winken um halb acht muss es gewesen sein weil meine Tochter war ja auf dem Weg zur Schule.
00:33:26: Meine nächste Erinnerung ist Da ist es abends, also derselbe Tag.
00:33:32: Und meine Tochter bringt mir etwas zu essen in meinem Arbeitszimmer, weil ich den Tag über lauter Termine verpasst hatte und überall am Computer dabei war mich zu entschuldigen, dass ich nicht aufgetaucht bin im Zoom.
00:33:46: Meine Tochter bringt mir das Abendessen und hab keinen Appetit, ich kann's nicht essen.
00:33:51: Dazwischen fehlen mir vielleicht so etwa zehn Stunden ungefähr Das Außergewöhnliche an diesen... Also man hat mir natürlich erzählt, was war.
00:34:07: Ich muss wohl von der Weide wo ich das geschnitten habe in die Werkstatt meines damaligen Mannes, also Ex-Mann jetzt gegangen sein um ihm zu sagen weil an diese weite Grenze ihre Koppel.
00:34:20: Ich bin in seine Werkstelle gegangen und hab gesagt es ist etwas passiert aber nicht bei den anderen.
00:34:25: wir müssen sie suchen Und da hat dann natürlich sofort gewusst, dass mit mir was nicht stimmt.
00:34:29: Weil ich habe die anderen Pferde offensichtlich erkannt, hab gesehen Arvon ist nicht dabei Sie muss ausgebrochen sein.
00:34:37: Die erste Aktion in dieser Amnesie war ein Hinweis darauf das sie für mich lebte Also sie... Ich hatte keinerlei Bewusstsein davon, dass ihr gestorben ist von ein paar Monaten.
00:34:50: Ja, er ist dann mit mir auch zum Arzt gegangen und es wurde geschaut ob's vielleicht einen Hirnschlag sein kann.
00:34:56: Also ein Schlaganfall und das wurde alles als nicht zutreffend.
00:35:01: ich konnte artikulieren also ich konnte ganz normal sprechen Ich konnte auf die Fragen des Arztes antworten.
00:35:08: Ich war auch beunruhigt darüber dass sich alles nicht mehr weiß.
00:35:11: ich konnte Beantworten dass ich es nicht weiß.
00:35:14: Die fragen das heißt ich war irgendwie okay nur ohne jede Erinnerung Schon während der Phase, der Amnesie an den Tod von Arwen.
00:35:24: An dem Unfall an alles.
00:35:26: Das war also so im Frühjahr, April und Mai gewesen ungefähr?
00:35:32: Und bis heute weiß ich auch diesen zehn Stunden nur aus der Erzählung vom Arzt, von meinem Ex-Mann und meinen Kindern.
00:35:39: Ich selber habe keine Erinnerung immer noch nicht an diese Zeit und wird wahrscheinlich auch nicht mehr kommen.
00:35:45: Zumal ja ich jetzt so eine Quasi-Erinnerung hab durch die Erzählungen, die setzt sich an dieser Stelle das... ...ich hab die Fakten wenn man so will.
00:35:55: Und danach war es dann wirklich so dass ich zwar nicht täglich an Arwen denke, aber ich sie näher bei mir spüre nach diesem Ereignis.
00:36:07: Während die Monate zwischen ihrem Tod und dieser Amnesie sie eher weg war.
00:36:12: Ich sie weggemacht habe oder sie weg war so würde ich das formulieren.
00:36:21: Wow!
00:36:22: Das ist ja eine bannende Geschichte also ein purees Beispiel für die Faszination zwischen Pferd-und Mensch.
00:36:29: Das ist es.
00:36:33: Seitdem ist Arwen an deiner Seite?
00:36:35: Ich erzähle ganz viel von ihr, deswegen hat wahrscheinlich meine Bekannte mir vorgeschlagen dein Podcast aufzutreten.
00:36:44: Fast jeder Mensch der ein bisschen mehr mit mir zu tun hat im Kontext auch der Arbeit und der Präsenz mit den Pferden in diesen Workshops die ich gebe bekommt wahrscheinlich die Geschichte von Avens Persönlichkeit gar nicht so sehr von ihrem Tod.
00:37:00: Manchmal auch das, das kommt drauf an aber in der Regel von Avins Persönlichkeit erzählt von mir und insofern begleitet sie mich weiter.
00:37:10: Das finde ich auch so schön denn genau das lebt ja in uns weiter.
00:37:14: Diese Zeit die wir mit ihnen verbracht haben ist wirklich der Tod für mich ein Übergang in eine andere Dimension.
00:37:22: Aber so das, was man mit ihnen erlebt hat – das ist einfach in unserem Herzen.
00:37:27: Bleibt da auch so nach meinen Empfindungen und Erfahrungen?
00:37:32: Ja!
00:37:33: Und kannst du dann jetzt sagen, dass du hast ja ein Buch geschrieben, Wissen macht Wirkung, das Avender auch mitgewirkt hat?
00:37:41: Also in dem Buch gibt es ja mehrere Abschnitte inhaltlicher thematischer Art Und ein ganz wesentlicher Abschnitt für mich immer noch, obwohl fast jeder der zu mir kommt oder der dieses Buch kauft es mit dem Interesse kauft.
00:37:56: Seine Vorträge seine sprachlichen Präsentationen zu meistern herrlich zum Meister.
00:38:02: in der Regel ist für mich dennoch ein ganz wichtiger Abschnitt in dem Buch für mich persönlich die körperliche Präsenz, die reinkörperliche, die nicht sprachliche Präsens.
00:38:13: Die auch alleine das Sprachliche im Grunde als Basis nach vorne bringen kann.
00:38:19: und in diesem ich kann an körperlicher Präsense nicht denken darüber nicht schreiben es nicht imaginieren wenn ich es schreibe ohne anders präsenteste Wesen zu denken dass mir ein Leben begegnet ist und das ist Abend ja
00:38:35: sehr schön.
00:38:37: Und wenn du jetzt den Zuhörern eine Botschaft mitgeben möchtest, die es auch auf dem Weg sind.
00:38:43: Mit ihrem Pferd... Auf dem letzten Weg von ihrem Pherd Was würdest Du denn mitgeben aus Deiner Erfahrung?
00:38:49: Ich würde mitgeben dass man sich wirklich Zeit geben sollte zum Trauern.
00:38:56: Das habe ich nicht gemacht!
00:38:57: Ich meinte diese Zeit nicht zu haben.
00:39:00: Ich meint sie aber auch sie mir nicht geben zu wollen weil ich ja auch Schuld war und irgendwie das Trauern kam mir so selbstmitleidig vor.
00:39:13: Und das wollte ich nicht sein, ich wollte verantwortlich sein aber nicht selbst mitleidigt.
00:39:19: Aber ich hatte zu der Zeit als ich die Amnesie bekam keinen besonderen Stress.
00:39:24: also es waren die vier Monate in denen ich mir das Trauer nicht gestattet habe die mich gestresst haben und nicht andere Umstände.
00:39:32: Das zeigte sich auch in dem Ganzen, wie sich auswirkte diese Amnesie.
00:39:36: Also dass ich am Abend gesucht habe und von ihrem Tod nichts mehr wusste und solche Sachen.
00:39:41: Ich würde heute mit großer Gewissheit sagen es war dieses mir nicht gestatten traurig zu sein und das nicht zu leben über Tage, Wochen oder Monate, wie lange es halt eben dauert sondern das Verleugnen eigentlich ihrer Existenz, weil wenn ich es nicht verleugnet hätte wäre ich traurig gewesen.
00:40:02: Ich kann auch wenn das jetzt nichts körperlich dramatisches war diese Amnesie.
00:40:07: Es ist mir gut, es ging mir gut!
00:40:11: Aber mein Kopf hat eine Reißleine gezogen und das ist für mich doch eine Art Erkenntnis... das Trauern von mir aus auch mit Selbstmitleid, egal wie es sich äußert oder vielleicht auch eine Phase braucht.
00:40:26: Eingegangen werden sollte und man nicht davor zurückzieht weil es offensichtlich notwendig ist für uns.
00:40:35: Das hat mich das gelehrt.
00:40:37: Wunderschöne Worte!
00:40:39: Danke dir!
00:40:40: Gerne
00:40:44: Die Baumaktion.
00:40:45: Ich frage ja jede Interviewpartnerin, ob sie ein Baum für ihr verstorbenes Pferd pflanzen möchte?
00:40:51: Ich habe dich im Vorfeld gefragt, ob du für Arwen einen Baum pflanzen möchtest, also ein Avenbaum.
00:40:57: Hast du dir da Gedanken zu gemacht?
00:41:00: Das habe ich tatsächlich sogar schon gemacht!
00:41:04: Wir haben ja einen Hof mit viel Land drum rum.
00:41:08: Ich habe auch vier kleine Kinder gehabt, die sind jetzt nicht mehr so klein.
00:41:12: Verstorbene Tier, das natürlich auch gerade den Kindern immer.
00:41:16: Also mir auch!
00:41:17: Aber es war auch eine Hilfe für die Kinder und uns selber ein Ort zu haben der jetzt existiert sichtbar anfassbar.
00:41:27: wir haben vier Lebensbäume der Kinder.
00:41:30: Also, dass das dann was anderes, das Gegenteil wenn
00:41:32: man so
00:41:32: will Bäume die da verstehen, dass diese Kinder geboren worden sind.
00:41:36: und interessanterweise haben wir immer für alle Tiere, die sind entweder, wenn es kein Pferd ist dort sogar begraben und auf ihrem Grab wächst ein Baum halt dann ohne Grab nur einen Baum, der existiert.
00:41:51: Und Arwen hat einen Baum sie hat einen Gegenkobau
00:41:55: Die wachsen ganz langsam.
00:41:58: Ich hab auch hier ein, ich weiß dass es ein Freundschaftsbaum ist.
00:42:02: Das wusste ich zum Beispiel nicht!
00:42:03: Ich kenne Ginko als Lebensbaum und irgendwie wollte ich ihr Leben mit diesem Baum geben oder so.
00:42:11: Und die haben ja auch so Herzchenblätter.
00:42:13: Ganz schön Da kann sich Arwen echt glücklich schätzen und sie freut sich bestimmt.
00:42:19: das glaube ich.
00:42:21: Dann kommen wir jetzt auf zur Botschaft von ARVEN an ELMA Und zwar gibt sie dir ein Krafttier mit.
00:42:27: Er ist zu erheben, er gilt als Magier unter den Tieren der Panther.
00:42:33: Drei Tage schläft er um dann aufzustehen und plötzlich unerwartet kurzen Prozess zu machen grausam und zielsicher.
00:42:43: Er führt ein verborgenes Leben in Bergen, er gilt als besonders gefährlich und steht für Tarnung.
00:42:50: Er scheint dir der Panther im Traum, ist es ein Aufruf, ein ausgezeichneter Führer zu sein.
00:42:56: Ebenso dicht durch den Panther – er, ein ausgezeichnter Führers, der Stimme deines Herzens zu erheben!
00:43:03: Lebe sie und kenne dein Ziel und habe einen Gefühl für den rechten Zeitpunkt.
00:43:08: Wisse wann du handelst um wann du nichts tun musst.
00:43:12: Habe stets den Überblick und bleibe unauffällig im Hintergrund.
00:43:16: Schweigen is Gold.
00:43:18: Ich
00:43:19: Bin versorgt.
00:43:22: Danke!
00:43:23: Sehr gerne.
00:43:25: Und wenn du, Avin heute noch einmal etwas sagen könntest was würdest Du ihr sagen?
00:43:34: Ich habe sie bewundert ich hab sie gefürchtet manchmal und ich habs als Auszeichnung angesehen Als sich dann mit mir jetzt kooperiert hat.
00:43:49: Wie schön.
00:43:52: Ich glaube Sie hat Ihr Ziel erreicht.
00:43:57: Liebe Elmer, wirklich herzlichen Dank für deine wunderbare Geschichte.
00:44:01: Wo sich jeder einen Schreibje Mut abschneiden kann?
00:44:04: Ich finde das sehr berührend was du uns mitgibst!
00:44:08: Danke schön.
00:44:08: Danke... danke dir
00:44:11: und auch dir liebe Zuhörerinnen lieber Zuhöre, danke ich von Herzen dass du uns bisher zugehört hast.
00:44:25: Wenn dir diese Folge gut getan hat abonniere meinen Podcast Hochspuren im Licht wenn werde Ihren letzten Weg gehen und teile ihn gern mit Menschen, denen er Mut und Kraft schenken könnte.
00:44:36: In den Show-Notes wenigst du immer ergänzende Informationen – und vielleicht magst auch du deine Geschichte einmal erzählen?
00:44:44: Schreib mir gerne!
00:44:45: Bis zur nächsten Folge alle drei Wochen hier auf diesem Kanal.
00:44:49: Und vergiss nicht die Verbindung zu deinem Pferd bleibt für immer.
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